11. Oktober 2018, 11:00 Uhr

Grünberg

Baustelle wird zur Schaustelle

Vom Altbau Beratungs- und Informationszentrum (Albiz) in Grünberg sollen die Bürgerinnen und Bürger schon vor der Fertigstellung profitieren.
11. Oktober 2018, 11:00 Uhr
Das Albiz kann schon vor der Fertigstellung besichtigt werden. Foto: privat

Wie Landrätin Anita Schneider bei der Unterzeichnung des Architektenvertrags sagte, ist in Grünberg, Barfüßergasse 5, eine Schaubaustelle geplant, »um Interessierte aus der Region für Fachwerkhäuser und deren Sanierung zu begeistern«. Den Vertrag unterschrieben auch die Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl, Bürgermeister Frank Ide und der Erste Stadtrat Thomas Kreuder aus Grünberg sowie der Architekt Thomas Jungherr.

Einzigartig in Hessen

Bürgernah und fachkundig sollen in Zukunft die Besucher des Albiz informiert werden, wie sie denkmalgeschützte Gebäude oder erhaltenswerte Bausubstanz erwerben, nutzen und sanieren können. Dieses Angebot, betonte Schneider, sei ein Baustein, um Dorfkerne zu stärken und alte Immobilien in den Innenstädten zu sanieren – gemeinsam mit den Menschen. Mit der geplanten Einrichtung in Grünberg schließe der Landkreis eine Lücke in der Beratung und gehe neue Wege. Sogar die Landesregierung, die das Projekt fördert, schaue mit großer Neugierde auf das Albiz und wolle wissen, wie sich die Beratung auf die Situation in den Dorfkernen auswirken wird. »Hessenweit gibt es nichts Vergleichbares«, sagte die Landrätin: »Es ist ein bedeutendes Projekt für Grünberg. Das älteste Gebäude der Stadt, und dann auch noch ungenutzt und sanierungsbedürftig.«

Die Beteiligten bewiesen einen langen Atem. Vor allem die Aufstellung der Satzung für den Förderverein habe viel Zeit in Anspruch genommen, sagte die Landrätin: »Jetzt nimmt das Projekt wieder Fahrt auf.« Bis Frühjahr 2019 sollen die Voruntersuchungen des Fachwerkhauses von 1444/45 abgeschlossen sein. Dann müssen Fördergelder beantragt werden. Die Sanierung soll im Frühjahr 2020 beginnen.

500.000 Euro Kosten

Das Büro des Architekten Jungherr hatte sich mit dem Entwurf für das Beratungszentrum im Wettbewerb durchgesetzt. Er erklärte, die Sanierung werde in mehrere Abschnitte eingeteilt, damit Besucher bei Baustellenführungen live dabei sein können, wie ein Fachwerk wieder zum Strahlen gebracht wird. »Wir schaffen die passende Hülle für die Beratung«, sagte der Gießener Architekt.

Die Sanierungskosten belaufen sich geschätzt auf 500.000 Euro. Zwei Drittel werden über das Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert. Der Landkreis und vom Förderverein akquirierte Sponsoren kommen für das restliche Drittel auf. Außerdem hat das Landesamt für Denkmalschutz 100.000 Euro zugesagt.

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