12. Mai 2019, 15:00 Uhr

Wetzlar

Autobahnbrücke Münchholzhausen endlich frei

Der Neubau der Talbrücke Münchholzhausen auf der A45 bei Wetzlar ist abgeschlossen. Nach knapp fünf Jahren Bauzeit wurde die neue Brücke freigegeben.
12. Mai 2019, 15:00 Uhr
Nur noch einen kleinen Schnitt: Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller, Landrat Wolfgang Schuster und Gerhard Rühmkorf vom Bundesverkehrsministerium bereiten sich auf die offizielle Freigabe vor. Foto: Gerstberger

Seit Freitagfrüh können Autos, Lastwagen, Busse etc. wieder die ehemalige Baustelle passieren und auf dem neuen Bauwerk - zumindest einen Teil der A45 - wieder schneller überwinden. Weitere Brücken und Teilabschnitte befinden sich ja noch im Bau.

»Rund 48 Millionen Euro haben wir in die Talbrücke Münchholzhausen investiert. Damit sind wir bei der Erhaltung der A45 im Lahn-Dill-Kreis wieder einen wichtigen Schritt weiter«, sagte Steffen Bilger vom Bundesverkehrsministerium.

Das neue Bauwerk ist eine von 22 Talbrücken, die auf der A45 durch Neubauten ersetzt werden müssen - die Talbrücken Haiger, Windelbach und Lützelbach wurden bereits für den Verkehr freigegeben.

Mehr als 61.000 Fahrzeuge täglich

»Diese Brücken wurden Ende der 1960er-Jahre errichtet und sind der seitdem stark gestiegenen Verkehrsbelastung, insbesondere durch den Schwerverkehr, nicht mehr gewachsen,« erläuterte Staatssekretär Jens Deutschendorf vom Landesministerium. »Jeden Tag sind im Bereich der Talbrücke zwischen der Anschlussstelle Wetzlar-Süd und Gießen-Lützellinden rund 61.400 Fahrzeuge unterwegs, davon rund 9.400 Lkw.« Die A45 sei eine wichtige Verbindung zwischen Ruhrgebiet und dem Rhein-Main-Gebiet und erschließe eine ganze Region. »Umso erfreulicher ist es, dass es auf dieser Autobahn so zügig voran geht«, so Deutschendorf.

Für sechsspurigen Ausbau

»Die A45 bildet eine wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Dortmund und Frankfurt. Mit drei Fahrstreifen pro Richtung ist die neue Talbrücke für den geplanten sechsspurigen Ausbau der A45 vorbereitet«, erklärte Heiko Durth von Hessen Mobil.

Fakten zum Neubau

Die neue Talbrücke ist 480 Meter lang und überspannt den Welschbach sowie vier Wirtschaftswege. Die Arbeiten begannen im Oktober 2014 in Richtung Dortmund. Durch die Errichtung einer 4,50 Meter hohen Lärmschutzwand aus Leichtmetall-Elementen wurden die Anlieger bereits beim Bau der zweiten Brückenhälfte vom Lärm der Autobahn abgeschirmt. Im Übergangsbereich zwischen Brücke und Straße wurden Konstruktionen in die Fahrbahn eingebaut, die wie Finger ineinandergreifen und sich ebenfalls lärmmindernd auswirken.

Ein Jahr länger gebaut als geplant

Aufgrund geologischer Probleme bei der Gründung der Fundamente im südlichen Bereich dauerten die Arbeiten an der Talbrücke rund ein Jahr länger als geplant. Während der Bauarbeiten standen jeweils zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 48 Millionen Euro.

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