Wetzlar

Anlieger der Solmserstraße sauer wegen Umleitung

In den Sommerferien erfolgt die Sanierung am Friedrich-Ebert-Platz, an der Bergstraße und der Nauborner Straße. Besonders davon betroffen ist die Solmserstraße.
12. Juni 2018, 11:00 Uhr
Heiß diskutiert wurde während des Anwohnertreffens im Garten. Foto: Gerstberger

Dagegen laufen die Anwohner Sturm. Denn die Baumaßnahme an einem Verkehrsknotenpunkt ist mit Vollsperrungen und weitreichenden Umleitungen verbunden. »Die enge Straße ist nur für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen zugelassen. Was passiert mit unseren Häusern, wenn sich der ganze Verkehr hier durchzwängt«, befürchtet Heinz Müller. Er hatte zu einer Versammlung eingeladen, zu der fast 40 Anlieger in seinem Vorgarten erschienen waren.

Nur zufällig kam heraus, dass in der Solmserstraße während der Sommerferien ein Einbahnverkehr stadtauswärts Richtung Nauborn eingerichtet werden soll.

Wohin mit Autos und Fußgängern?

»Dann rauscht hier bis spätabends der ganze Verkehr durch, der sonst auf der parallel verlaufenden Nauborner Straße herrscht«, so Heinz Müller. Wie die Stadt Wetzlar mitteilte, passieren etwa 11.500 Fahrzeuge täglich die Einmündung Nauborner Straße/Ludwig-Erk-Straße. Hiervon fahren rund 7.500 Fahrzeuge in die Stadt und 4.000 aus der Stadt heraus. Zu den Spitzenstunden seien dies 800 Fahrzeuge (vormittags) und 890 Fahrzeuge (nachmittags), teilte das Tiefbauamt der Stadt mit.

Gleichzeitig zur Umleitung sollen die Parkmöglichkeiten im vorderen Bereich auf die Gehwegseite verlagert und der Bürgersteig auf einen Meter Breite reduziert werden. »Ein Unding in dieser Straße, die ohnehin schon sehr eng ist«, ergänzt Nachbarin Simona Johannes. Nicht vergessen darf man bei dem Verkehrsaufkommen auch die 38 Linien- und Überlandbusse, die täglich die Nauborner Straße passieren, auch hier stellt sich die Frage, ob diese durch die Solmserstraße umgeleitet werden.

Offener Brief und Unterschriftenliste

»Bürgernah geht anders«, lautet die Überschrift des an den Magistrat gerichteten offenen Briefes, der von den Teilnehmern des Treffens unterschrieben wurde. Darin wird unter anderem die Frage aufgeworfen, warum die Anlieger bislang nicht über die Maßnahme informiert worden sind.

Befürchtet werden Gebäudeschäden, die durch das zu erwartende starke Verkehrsaufkommen ausgelöst werden könnten, zumal sich die Straße in einer Hanglage befindet.

»Niemand kann hinterher beweisen, dass die Schäden nicht schon vorher dagewesen sind«, so einer der Unterzeichner. Daher verlangen die Hausbesitzer Beweissicherungsgutachten für ihre Gebäude und behalten sich rechtliche Schritte vor. (vg)

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