01. April 2019, 11:06 Uhr

Gießen

Ankermieter für die Alte Post gefunden

An der Alten Post geht es voran: Seit mehreren Wochen schon ist das Gießener Kulturdenkmal am Bahnhof wieder eingerüstet.
01. April 2019, 11:06 Uhr
Das gesamte Erdgeschoss der Alten Post ist verpachtet. (Foto: Archiv)

Die Sanierungsarbeiten an der Sandsteinfassade haben mit der Reinigung und der Kartierung begonnen, im Inneren von Post und Telegrafenamt laufen die Abbruchtätigkeiten derweil auf Hochtouren, und schon im April ist der Spatenstich für den Neubau geplant. Am Freitag konnte Besitzer Kai Laumann zudem einen ersten echten Meilenstein setzen. Der heimische Unternehmer präsentierte seinen Ankermieter.

Schwedisches Unternehmen Klarna kommt

Dabei handelt es sich um das schwedische Unternehmen Klarna, einen international tätigen Zahlungsanbieter im Bereich E-Commerce. »Ich bin sehr glücklich darüber, dass es mir gelungen ist, Klarna an diesen Standort nach Gießen zu holen«, sagte Laumann am Freitag unmittelbar vor der Unterzeichnung des Mietvertrags, der zunächst für zehn Jahre gilt. »Wir sind uns aber sicher, dass die Zusammenarbeit länger andauern wird«, betonte auch Frank Dutenhöfer, Niederlassungsleiter von Klarna. Mit 103 Mitarbeitern sitzt das 2005 in Stockholm gegründete Unternehmen, das weltweit 14 Standorte unterhält, derzeit noch im Stadtzentrum in Linden. Zum 1. Juni 2020 soll der Umzug nach Gießen erfolgen.

Am Bahnhof wird Klarna im Telegrafenamt und dem fünfstöckigen Neubau insgesamt eine Fläche von 4.000 Quadratmetern beziehen. »Die Fläche ist so konfiguriert, dass hier 304 Menschen einen Arbeitsplatz finden und auch eine spätere Vergrößerung möglich ist«, sagte Laumann. Ein Großteil des Kulturdenkmals ist damit vergeben.

Gastronomie-Mieter wird bald genannt

In der kommenden Woche will der Unternehmer auch den Mieter der großen Gastronomie im Erdgeschoss der Alten Post bekanntgeben. Die Gespräche liefen gut, ein Vertrag sei aber noch nicht unterschrieben. Dies soll voraussichtlich in den nächsten Tagen geschehen. Noch nicht vermietet sind indes die baulich eigentlich interessantesten Flächen mit Zugang über das Eingangsportal der Alten Post. Im ersten und zweiten Stock sowie in dem loftartigen Dachgeschoss sind auf insgesamt 2.000 Quadratmetern architektonisch hochwertige Büroräume mit einer Deckenhöhe von vier Metern denkbar. »Das ist die wertigste Fläche des gesamten Areals und mein persönliches Highlight«, sagte Laumann. Auch die kleinere zweite Gastronomie im Keller des Telegrafenamts ist noch zu haben. In dem ehemaligen Kesselhaus ließe sich nach Laumanns Vorstellungen eine Wein-, Gin- oder Cocktailbar einrichten.

Für die Stadt freute sich Bürgermeister Peter Neidel über den Mieter. »Klarna ist ein innovatives Unternehmen, das sehr interessant für Gießen ist. Bei der Auswahl des Mieters haben wir uns sehr eng mit Herrn Laumann abgestimmt.«

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