16. September 2017, 17:31 Uhr

Wetzlar

Anerkennung für langjähriges Engagement

Zum zweiten Mal waren Vertreterinnen vom Arbeitskreis »Brot für die Welt – Tikato« beim Bürgerfest des Bundespräsidenten in Berlin.
16. September 2017, 17:31 Uhr
Frank-Walter Steinmeier mit Katharina Graben (l.) und Heidi-Janina Stiewink. Foto: Tikato

Als Anerkennung ihres ehrenamtlichen Engagements für Burkina Faso reisten Vorsitzende Heidi Janina Stiewink mit Leitungsteam-Mitglied Katharina Graben in die Bundeshauptstadt zum Schloss Bellevue. Die beiden Wetzlarerinnen waren beeindruckt von der Art der Begegnung mit anderen Ehrenamtlern. 4.000 Gäste kamen dort zusammen. Zufällig saßen sie an einem Tisch mit einem Pfarrer aus Baden-Württemberg, der für den Weltrat der Kirchen (Genf) sowie später und jetzt im Ruhestand sein halbes Leben für verschiedene afrikanische Länder in der Entwicklungszusammenarbeit tätig war.

Reger Austausch

Da gab es schnell Berührungspunkte und Tipps, die die »Tikato-Frauen« ihm aus ihrer Zusammenarbeit mit »Brot für die Welt« geben konnten. Große Freude herrschte, als beim Gang durch die Präsentationen im Schlossgarten plötzlich Anne und Nikolaus Schneider vor den beiden standen. Der ehemalige Ratspräsident der Evangelischen Kirche in Deutschland hatte mit Heidi Stiewink lange Zeit als Duisburger Superintendent und später als Präses der rheinischen Kirche auf den Landessynoden zusammengearbeitet.

Auch für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist Burkina Faso eine ihm persönlich bekannte Adresse und so war er gerne zu einem gemeinsamen Foto bereit.

Ermutigung durch Steinmeier

»Bleiben Sie weiter beherzt bei der Sache!«, appellierte der Bundespräsident und hatte zuvor seine Gäste begrüßt: »Als Staatsoberhaupt danke ich Ihnen für die vielen Stunden, die Sie dem Land Deutschland schenken; Sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft, ein unbezahlbarer Schatz. Wir feiern das Bürgerfest dieses Jahr als Demokratiefest. Demokratie ist mehr als ein Katalog von Rechten und Pflichten – es ist eine Haltung, und es gilt, weiter Verantwortung zu übernehmen.«

Die CDU-Abgeordnete Sibylle Pfeiffer hatte den Impuls zu der Einladung in einem Schreiben an den Präsidenten persönlich gegeben: »Tikato ist exemplarisch für bürgerschaftliches Engagement in meinem Wahlkreis. Deshalb ist es den beiden Wetzlarerinnen wichtig, den Dank des Präsidenten auch an alle Ehrenamtlichen im Lahn-Dill-Kreis weiterzugeben.«

Heidi Stiewink wollte der jungen Begleiterin, die genau die Hälfte ihres Lebens schon bei »Tikato« mitarbeitet, noch eine andere Seite von Berlin zeigen: das Mauer-Dokumentationszentrum an der berühmten Bernauer Straße. Die 24-Jährige dazu: »Es hat mich regelrecht sprachlos gemacht, ich kann keine Worte finden, um zu beschreiben, was ich hier fühle. Ein geteiltes Deutschland ist für mich einfach nicht vorstellbar. Besonders die Bilder des Mauerfalls berühren mich immer wieder, da sie mich daran erinnern, wie grausam strikte Grenzen sind und wie glücklich auch ich bin, dass ich diese nie erleben musste.«

Zum Abschluss des sehr kurzen Berlinbesuchs bei kaltem und regnerischem Wetter trafen sich die Burkina-Fans noch mit der Berlinerin Friederike Roer, die mit ihrem burkinischen Ehemann ebenfalls schon langjährig für Hilfen in Burkina Faso eintritt.

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