30. Dezember 2018, 15:00 Uhr

Gießen

7.000 Euro Erlös aus Benefizkonzert

1.100 Zuschauer bescherten beim Benefiz-Weihnachtskonzert »Hilf deinem Nachbarn« des Musikvereins Reiskirchen der Familie Sames aus Flensungen einen Spendenbetrag von 7.000 Euro.
30. Dezember 2018, 15:00 Uhr
Das Blasorchester Reiskirchen spielte zugunsten der Aktion »Hilf deinem Nachbarn«. Foto: Karger

120 Musiker und Sänger hatten sich in der Kongresshalle Gießen in den Dienst der guten Tat gestellt. Die 63 Musiker des von Christoph Aßmann geleiteten und der 57 Stimmen zählende gemischte Chor »Cantiamo Staufenberg« unter Axel Pfeiffer bereiteten den Zuhörern einen außergewöhnlichen Klanggenuss.

Hilfe für Familie in Not

Kai Sames nahm aus den Händen des Musikverein-Vorsitzenden Mario Binsch und seines Stellvertreters Burkhard Licher einen Scheck über 7.000 Euro »in tiefer Dankbarkeit« in Empfang.

Die früher in Buseck lebende Familie erlitt am 21. September 2015 einen schweren Schicksalsschlag. Der bei einer Maschinenbaufirma beschäftigte und selbst Akkordeon spielende 54-jährige Familienvater Stefan erlitt einen schweren Schlaganfall, ist seitdem halbseitig gelähmt und kann nicht mehr sprechen.

Acht Monaten auf der Intensivstation folgten vier Monate in einer Rehabilitationsklinik und bis zum 1. Oktober dieses Jahres ein Aufenthalt in einem Pflegeheim. Nach anfänglich nur langsamen Fortschritten bei der Besserung seines Zustands wollte Eva Sames ihren Mann wieder zu Hause im Kreise der Familie haben.

»Im häuslichen Umfeld mit den Lieben in der Nähe sehen alle, dass es mit winzigen Schritten täglich ein bisschen besser wird« und damit einher geht ein behindertengerechter Umbau des Hauses.

Da ein Treppenlift nicht möglich war, wurde eine Rampe um das Haus herumgebaut, um die Ebenen mit einem Rollstuhl wechseln zu können. Natürlich musste auch das Bad völlig neu gestaltet und ein Pflegezimmer eingerichtet werden. Diesen behindertengerechten Umbau des Hauses hat die Familie aus eigenen Mitteln gestemmt.

Auto mit Rollstuhlplatz

Nun muss ein größeres Auto angeschafft werden, um den Rollstuhl darin aufnehmen zu können. Neben den Kosten für das größere Auto muss dieses dann noch für die Aufnahme und die Transportsicherung des Rollstuhls während der Fahrt umgebaut werden, was alleine rund 9.000 Euro kostet. »Mit der Spende der Konzertbesucher geben wir alle einen Zuschuss zum erforderlichen Umbau des Autos, damit Herr Sames zu den notwendigen medizinischen Behandlungen gelangen und auch außerhalb der Therapie wieder etwas mehr am Leben teilnehmen kann«.

In 23 Jahren kamen bisher 25.000 Besucher zu den Konzerten, sodass 232.000 Euro als Hilfe an betroffene Bürger »von nebenan« verteilt werden konnten.

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