Friedberg

222 Schüler lassen sich typisieren

Zum siebten Mal seit 2005 fand an der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg eine Typisierungsaktion statt, die die Rekordzahl von 222 Typisierungen erzielte.
16. Mai 2018, 11:00 Uhr
Typisierungsaktion an der JPRS in Friedberg.

Die Typisierungsaktionen werden von der DKMS, der Deutschen Knochenmarksspenderdatei, durchgeführt und dienen dazu, mögliche Spender von Stammzellen im Kampf gegen die Leukämie zu finden, an der in Deutschland alle 15 Minuten ein Mensch erkrankt.

Aus den Reihen ehemaliger Schülerinnen und Schüler der JPRS, die in den vergangenen 13 Jahren an den Typisierungsaktionen teilgenommen hatten, sind bereits 16 Spender hervorgegangen. Dieser schöne Erfolg ermutigte das Projektteam unter der Leitung des katholischen Religionslehrers Otto Lomb, in diesem Jahr erneut eine solche Aktion an der Schule zu starten. Als Vertreterin der DKMS kam Anabel Heuer an die Schule und betreute die Aktion mit. Schülerinnen und Schüler des Schulsanitätsdiensts sowie des katholischen Religionskurses der 11. Jahrgangsstufe des Beruflichen Gymnasiums (BG) engagierten sich vorbildlich und übernahmen die Beratung und die Registrierungsarbeiten. Schulleiterin Jutta Tschakert freute sich sehr über den reibungslosen und erfolgreichen Ablauf der Aktion.

Ein besonderer Gast an diesem Tag war Maximilian Werner, ein ehemaliger Schüler der JPRS, der sich 2014 hatte registrieren lassen und bereits ein Jahr später einer Frau aus den Vereinigten Staaten mit seiner Spende das Leben rettete. Aus eigener Erfahrung konnte er an diesem Tag authentisch über den Ablauf einer Stammzellenspende informieren und die Schülerinnen und Schüler motivieren, sich selbst registrieren zu lassen.

Am späten Nachmittag stand das stolze Ergebnis fest: 222 Schülerinnen und Schüler der JPRS hatten sich typisieren lassen, darunter viele Jugendliche aus den InteA-Klassen. In der Schulform InteA (Integration und Abschluss) werden jugendliche Flüchtlinge unterrichtet. Ihr Engagement bei der Typisierungsaktion ist ein eindrucksvolles Zeichen für ihre Integration. Durch die diesjährige hohe Teilnehmerzahl stieg die Gesamtzahl der seit 2005 an der JPRS registrierten Schülerinnen und Schüler auf beachtliche 1.305 Typisierungen an. In einer Zeit, in der das eigene Wohl im Vordergrund zu stehen scheint, ist die Bereitschaft einer solch großen Zahl von Jugendlichen, für andere etwas zu tun, ein ermutigendes Zeichen. Davon zeugt auch die Äußerung von Paul Anselm (BG11b): »Das ist eine wichtige Aktion, die man unbedingt beibehalten sollte.« Angesichts des Erfolgs der diesjährigen Typisierungsaktion im Kampf gegen Leukämie wird es auch in zwei Jahren sicherlich wieder eine solche Aktion an der JPRS geben. (rp)

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