27. August 2019, 13:00 Uhr

Marburg

100 Defibrillatoren unterstützen Ersthelfer

Innerhalb eines Jahres hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit der Björn-Steiger-Stiftung an 100 kreiseigenen Standorten mobile Defibrillatoren zur Unterstützung von Ersthelfern angebracht.
27. August 2019, 13:00 Uhr
Angelo Sapia von der Björn-Steiger-Stiftung, Hausmeister Matthias Kraft, Landrätin Kirsten Fründt und der Fachdienstleiter infrastrukturelles Gebäudemanagement, Gerd Nienhaus, mit einem sogenannten AED-Gerät. Foto: Landkreis

Der plötzliche Herztod ist mit 100.000 Opfern jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Die Betroffenen haben meist nur eine Chance, wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird und ein AED-Gerät (Automatisierter Externer Defibrillator) zum Einsatz kommt, um einem aus dem Takt geratenen Herz mit einem lebensrettenden Stromimpuls »Starthilfe« zu geben. Diese wichtigen Erstmaßnahmen müssen in der Regel von Laien, die sich in nächster Nähe befinden, durchgeführt werden, denn bereits fünf Minuten ohne Herzdruckmassage verursachen in den meisten Fällen bleibende Schäden.

Ersthelfern kommt wichtige Rolle zu

Dementsprechend wichtig sind im Falle eines plötzlichen Herzstillstands die Ersthelfer. »Sie setzen den Notruf ab, leisten Erste Hilfe und stellen so die Weichen für alle anderen Schritte: Notarzt, Rettungsdienst und Klinik. Mit diesem Projekt konnten wir unsere AED-Infrastruktur ausbauen und so nicht zuletzt die Ersthelferinnen und Ersthelfer stärken, um noch besser helfen können«, betonte Landrätin Kirsten Fründt.

Hierzu investierte der Landkreis rund 85.000 Euro und ließ 100 der lebensrettenden Geräte flächendeckend im Landkreis an öffentlichen und stark frequentierten Orten installieren. Dazu zählen insbesondere die kreiseigenen Schulstandorte, aber auch die Verwaltungsaußenstellen und KreisJobCenter in Biedenkopf, Marburg und Stadtallendorf sowie das Gesundheitsamt und das Landratsamt in Marburg-Cappel.

Breitenausbildung ist in vollem Gange

»100 aufgestellte Laien-Defibrillatoren im Landkreis - das ist für uns eine große Freude«, sagte Angelo Sapia, Projektkoordinator der Björn-Steiger-Stiftung. Darüber hinaus sei auch die Breitenausbildung in Sachen Wiederbelebung für die Bevölkerung in vollem Gang. »Zusammen mit unseren Partnern vor Ort und durch die so tatkräftige Unterstützung des Landkreises haben wir damit bereits viel erreicht auf unserem Weg, die Herzsicherheit zu erhöhen«, so Sapia weiter.

Bereits bestehende AED-Standorte können im Internet unter der Adresse www.steiger-stiftung.de eingesehen werden.

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