29. April 2019, 15:00 Uhr

Dietzhölztal

10.000 Kilometer trennen enge Freunde

Freundschaften sind etwas Besonderes und sollten gepflegt werden. Eine solche Freundschaft besteht seit 40 Jahren zwischen Dietzhölztal und Shimotsuke in Japan.
29. April 2019, 15:00 Uhr
Der Besuch aus Japan mit den Gastgebern aus Dietzhölztal an der Ishibashi-Anlage im Dietzhölztaler Ortsteil Steinbrücken. Foto: Jürgen Reichel

Die Partnerschaft zwischen Ishibashi und Steinbrücken – vielmehr der heutigen Stadt Shimotsuke und der Gemeinde Dietzhölztal – währt inzwischen 44 Jahre.

Bereits in den 60er-Jahren stellte Prof. Dr. Dr. hc. Choei Ishibashi einen ersten Kontakt zwischen den gleichnamigen Orten »Steinbrücken« in der japanischen Präfektur Tochigi und im Dillkreis her.

Die Kontakte wurden im Laufe der Jahre intensiver und so wurde 1975 eine offizielle Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Seitdem hat es zahlreiche Begegnungen zwischen den Amtsträgern, aber auch den Menschen beider Kommunen gegeben.

Der im gleichen Jahr gegründete Völkerverbindende Brückenkreis und die inzwischen aktive Shimotsuke International Association (SIA) unterstützen tatkräftig und finanziell Kontakte und persönliche Begegnungen.

Eine besondere Bereicherung der Partnerschaft sind die seit mehr als 20 Jahren organisierten Schüleraustausche beider Kommunen mit Unterstützung der Holderbergschule sowie den Mittelschulen der japanischen Partnerstadt.

Japanischer Besuch im Dillkreis

Aktuell waren Gemeinde und Brückenkreis um Andreas Thomas (Bürgermeister und Vorsitzender des Brückenkreises) wieder einmal Gastgeber einer Besuchergruppe, die durch den 1. Vorsitzenden der SIA, Ichiro Izawa, angeführt wurde. Für den Besuch hatten die Freunde aus Shimotsuke rund 10.000 Kilometer auf sich genommen.

Auf dem Programm standen neben den Besuchen an der Pagode des Hammerweihers und der Ishibashi-Anlage in Steinbrücken auch eine Rundfahrt durch Dietzhölztal. Die japanischen Gäste zeigten sich beeindruckt von der gewerblich industriellen Entwicklung. Fasziniert sind die japanischen Freunde immer wieder von der herrlichen Natur und Landschaft im Lahn-Dill-Bergland. Neben dem Wilhelmsturm und den Kasematten in Dillenburg wurde auch die Herborner Altstadt mit einer Führung von Birgit Ernst intensiv erkundet.

Höhepunkt war aber auch der Besuch der Windkraftanlage am Spreitzkopf in Bad Laasphe-Hesselbach. Durch den Atomunfall in Fukushima besteht in Japan der starke Wunsch zum Ausbau regenerativer Energien. Die Nutzung von Windkraft mittels Offshore-Anlagen spielt dabei jedoch aufgrund der enormen Tiefen in Küstennähe bisher eine untergeordnete Rolle. Daher zeigten die Gäste aus Japan großes Interesse an den durch die Investoren der WNE-Group errichteten Windrädern.

Windkraftanlage besichtigt

Geschäftsführer Ludwig-Ferdinand Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und sein Sohn Prinz Karl erläuterten mit leitenden Mitarbeitern alle wichtigen Zahlen, Daten und Fakten, die mit der Realisierung des Windparks zusammenhängen. Auch die Besichtigung des Innenlebens einer Anlage weckte großes Interesse bei den Besuchern.

Bei der Verabschiedung am Ende einer ereignisreichen Woche sprachen die Gäste gleich die Einladung zum Besuch von Shimotsuke in 2020 aus.

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