03. Mai 2021, 13:00 Uhr

Grünberg

Altbau-Beratungsstelle auf dem Weg

Ein entscheidender Schritt für die Sanierung des Altbau-Beratungs- und Informationszentrums in Grünberg ist getan: Der Bauantrag wurde unterschrieben.
03. Mai 2021, 13:00 Uhr
Landrätin Anita Schneider (l.) und Bürgermeister Frank Ide (r.) bei der Unterzeichnung des Bauantrags zusammen mit Architekt Thomas Jungherr und Charlotte Bairstow von der Denkmalschutzbehörde. Foto: Landkreis

Wer historische oder denkmalgeschützte Gebäude sanieren möchte, sieht sich oft mit vielen rechtlichen, technischen und finanziellen Fragen konfrontiert. Antworten auf solche Fragen soll es zukünftig im Altbau-Beratungs- und Informationszentrum (ALBIZ) in Grünberg geben.

Doch bevor dort Beratungen stattfinden können, muss das sanierungsbedürftige Gebäude selbst für rund 1,15 Millionen Euro instand gesetzt werden. Mit der Sanierung eines historischen Gebäudes wird hier nicht nur mit gutem Beispiel vorangegangen, sondern die Sanierung des Baudenkmals ermöglicht auch eine Schaubaustelle.

Sanierung für 1,15 Millionen Euro

Nachdem der Kreistag Ende vergangenen Jahres dem Antrag zur Sanierung des ALBIZ durch den Landkreis Gießen und die Stadt Grünberg zugestimmt hatte, haben Landrätin Anita Schneider und Bürgermeister Frank Ide nun den Bauantrag unterschreiben.

»Dies ist ein entscheidender Schritt Richtung Realisierung«, sagt Landrätin Schneider. »Die Einrichtung des ALBIZ in einem von Grünbergs ältesten Häusern soll dazu beitragen, dass sich Bürger für die Sanierung von Altbauten und Denkmälern in unseren Städten und Gemeinden interessieren.«

Fachwerkhaus von 1444 wird wiederbelebt

Bürgermeister Ide betont: »Dieses Projekt ist ein großer Gewinn für unsere Stadtentwicklung. Das leerstehende Fachwerkhaus in der Barfüßergasse aus den Jahren 1444/1445 bietet dafür das perfekte Ambiente. So entsteht in Grünberg eine Anlaufstelle mit niedrigschwelligem und professionellem Angebot.«

»In einer Dauerausstellung im ALBIZ werden artgerechte und substanzschonende Sanierungsmöglichkeiten anschaulich dargestellt«, sagt Charlotte Bairstow von der Unteren Denkmalschutzbehörde. »Das soll zeigen, wie modernes Leben in den zu unseren historischen Ortskernen gehörenden Altbauten möglich ist.« Schneider ergänzt: »Mehr noch, die Sanierung von Altbauten ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Denn es zeigt sich, dass weit weniger Material produziert werden muss als bei einem Neubau. Das heißt, die richtige Sanierung eines Altbaus hilft auch der CO2-Bilanz unseres Landkreises.« Finanziert wird das Projekt durch die Städtebauförderung Grünberg, den Landkreis, das Landesamt für Denkmalpflege und die deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Start im Herbst

Die Sanierung wird voraussichtlich in diesem Herbst mit dem Ausbau des Erdgeschosses starten. Dort sind eine Halle als Präsentationsraum, drei Büroräume sowie eine Teeküche und Sanitärräume inklusive barrierefreier Zugänge geplant. Ein Büro soll für die Beratung genutzt, die zwei anderen vermietet werden. Zu den Bauarbeiten gehören außerdem Sanierungen der Gebäudehülle und des Gewölbekellers sowie Treppenanbindungen ins Zwischen- und Obergeschoss.

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