06. Oktober 2017, 19:03 Uhr

Dillenburg

Resolution: Sofort den Hengstverkauf stoppen

Alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung – mit Ausnahme der Fraktion der Grünen – haben eine Resolution zum Landgestüt beschlossen und unterschrieben.
06. Oktober 2017, 19:03 Uhr
Wie geht es weiter am Landgestüt Dillenburg? Die Stadtverordnetenversammlung – mit Ausnahme der Fraktion der Grünen – hat sich nun klar positioniert. Foto: Patzwald/Stadt Dillenburg

Rückblick: Bei einem Gespräch Mitte August mit Priska Hinz wurde Bürgermeister Michael Lotz, Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel sowie den Fraktionsvorsitzenden mitgeteilt, dass die Schließung des Landgestüts zurückgenommen werde – allerdings soll der Zuchtbetrieb aufgegeben werden.

Für die weitere Zukunft des Hessischen Landgestüts zeigte sich Ministerin Hinz für Gespräche offen, sagten die Besucher aus Dillenburg. Zu Gerüchten in sozialen Medien, die Stadt habe sich auf einen »Kuhhandel« eingelassen oder gar einen »Vertrag« unterschrieben, teilen die Fraktionen der CDU, SPD, FDP und der Bürger für Dillenburg sowie Bürgermeister Lotz und Stadtverordnetenvorsteher Wendel mit, dass »es weder einen Vertrag gibt noch wir uns zu irgendeinem Zeitpunkt mit der Entscheidung der Ministerin, den Zuchtbetrieb aufzugeben, einverstanden gezeigt haben. Die Entscheidung von Frau Hinz, den Zuchtbetrieb aufzugeben, wurde ›mitgeteilt‹, ohne dass wir dazu eingebunden wurden.«

Warten auf Antworten

Bürgermeister Michael Lotz hat seit dem Gespräch mit Priska Hinz drei verschiedene Stellen angeschrieben: Ministerpräsident Volker Bouffier, das Hessische Umweltministerium und die Fachebene, den Landesbetrieb. Es wurde jeweils um Aufnahme der angekündigten Gespräche zur Zukunft des Gestüts gebeten. »Bis heute haben wir auf die Briefe keinerlei Antwort erhalten – noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung«, sagt Bürgermeister Lotz. Auf mehrfache telefonische Nachfrage wurde dann mitgeteilt, dass die Schreiben eingegangen seien und eine Antwort vorbereitet werde. »Dies ist bis heute nicht der Fall.«

Konkrete Forderungen

Mit der Resolution soll öffentlich deutlich gemacht werden, wie wichtig das Thema ist und dass die Fraktionen entschlossen um das Landgestüt und die Erhaltung des Zuchtbetriebs kämpfen.

Die Stadtverordnetenversammlung (mit Ausnahme der Grünen, die die Resolution nicht unterzeichneten) fordert die Landesregierung und das Umweltministerium auf, den Verkauf der Hengste auszusetzen. »Nicht alle Hengste werden zur Zucht eingesetzt, auch die für die Reit- und Fahrschule eingesetzten Hengste sollten erhalten bleiben«, so ein Auszug der Resolution.

Auch der Umbau mit Paddocks auf dem Paradeplatz soll noch nicht erfolgen. Die Unterzeichner befürchten, dass hier Fakten geschaffen würden, die »einer zukünftigen Entwicklung des Gestüts entgegenstehen«.

Die Stadtverordnetenversammlung fordert, dass zeitnah alle Beteiligten (Land, Stadt, Pferdesport- und -zuchtverbände, Förderverein und weitere Partner) sich zu Arbeitsgesprächen zusammenfinden und ein zukunftsfähiges Konzept für einen Erhalt des Gestüts erarbeiten.

Ebenso sollten die vorgelegten Gutachten zum Ausbau der Freiflächen und Ausläufe als Gundlage mit einbezogen werden. Den genauen Wortlaut der Resolution gibt es auf der Homepage der Stadt unter www.dillenburg.de

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