29. Juli 2020, 13:00 Uhr

Langgöns

Über das pädagogisch betreute Wohnen informiert

»Keiner geht verloren« - das ist das Motto einer Initiative des Landkreises Gießen.
29. Juli 2020, 13:00 Uhr
Axel Wintermeyer (Mitte) und Landrätin Anita Schneider (l.) mit Bewohnern der Einrichtung. Foto: Staatskanzlei

Mit ihrer Hilfe sollen unter anderem jüngere Menschen aus schwierigen sozialen Verhältnissen oder mit Fluchtgeschichte in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integriert werden.

Ein wichtiger Aspekt ist die Möglichkeit, pädagogisch betreut zu wohnen. Das »Sprungbrett-Ausbildungswohnen« in Langgöns bietet den Frauen und Männern während ihrer Ausbildung ein fast familiäres Umfeld, in dem sie sich voll auf ihre berufliche Zukunft konzentrieren können. Auf seiner Sommerreise hat sich der Chef der hessischen Staatskanzlei und Demografie-Beauftragte der Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer, über das Projekt informiert.

Für Demografie-Preis nominiert

Es ist eine von sechs Initiativen, die für den mit 24.000 Euro dotierten hessischen Demografie-Preis nominiert sind, der im September in Wiesbaden verliehen wird.

»Eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen, ist eine wichtige Voraussetzung, um mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Gerade für benachteiligte junge Menschen ist es wichtig, sie bei den Herausforderungen des Übergangs von Schule in den Beruf zu begleiten. Mit der Wohngemeinschaft in Langgöns haben die Azubis eine Gemeinschaft an ihrer Seite, die sie durch die Höhen und Tiefen der Ausbildungszeit tragen kann.

Unterstützung wichtig

Das Projekt hilft den jungen Erwachsenen, die ohne Unterstützung oft nur geringe Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt hätten, und sorgt dafür, dass sie auf dem Land wohnen bleiben und nicht in die Ballungszentren abwandern. Eine starke regionale Wirtschaft, die vor Ort genügend Fachkräfte findet, trägt dazu bei, dass ländliche Regionen attraktiv und zukunftsfähig bleiben. Das hilft allen Beteiligten«, sagte Staatsminister Wintermeyer.

Sieben Wohneinheiten

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Projekt schließen mit dem Verein »Friedrich-Naumann-Haus« einen Mietvertrag und wohnen in vollmöblierten Zimmern. Ziel der pädagogischen Betreuung ist es, sie im Prozess des Erwachsenwerdens und auf ihrem Weg in ein selbständiges Leben zu begleiten. Insgesamt gibt es sieben Wohneinheiten in einem Objekt in Langgöns.

Mietkosten zahlen Auszubildende

Die Mietkosten werden vorrangig vom Gehalt der Auszubildenden bezahlt. Die Finanzierung der pädagogischen Betreuung erfolgt durch die Förderung des Landkreises Gießen sowie aus Eigenmitteln des Vereins »Friedrich-Naumann-Haus«. »Ich bin davon überzeugt, dass sich die kluge Investition in diese jungen Menschen für unser Land langfristig auszahlt. Gerade in ländlichen Regionen gelingt es leichter als in der Anonymität der Großstadt, dafür zu sorgen, dass keiner verloren geht. Hier wird Gesellschaft zur Gemeinschaft und das wollen wir als hessische Landesregierung stärken. Deshalb ist das Projekt für den Demografie-Preis nominiert«, sagte der Demografie-Beauftragte Wintermeyer.

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