17. Juli 2026, 13:00 Uhr

Allendorf/Lda.

Zwölf Kommunen neu aufgenommen

Das hessische Heimatministerium hat zwölf neue Kommunen als Förderschwerpunkt der Dorfentwicklung anerkannt. Mit dabei sind Allendorf (Lumda), Hüttenberg und Mücke.
17. Juli 2026, 13:00 Uhr
Allendorf/Lda. und Mücke wurden ins Förderprogramm Dorfentwicklung aufgenommen. Foto: Dennis Möbus/Ministerium

Unter den zwölf neuen Kommunen, die als Förderschwerpunkt der Dorfentwicklung gelten, sind aus dem Landkreis Gießen die Stadt Allendorf/Lda. mit den Ortsteilen Climbach, Nordeck und Winnen, die Gemeinde Hüttenberg aus dem Lahn-Dill-Kreis sowie die Gemeinde Mücke aus dem Vogelsbergkreis.


„Wer den ländlichen Raum stärken will, muss in seine Dörfer investieren. Mit der Dorfentwicklung unterstützen wir die Kommunen dabei, ihre Ortskerne zu beleben, die Lebensqualität zu erhöhen und den Zusammenhalt vor Ort zu sichern“, erklärte Heimatminister Ingmar Jung.


Allendorf: Soziales Miteinander fördern


Allendorf, im Landkreis Gießen gelegen und Heimat von rund 4.000 Menschen, setzt seit Jahren auf ein klares Leitmotiv: Gestalten statt verwalten. Die Bewerbung zur Dorfentwicklung fokussierte bewusst die drei Stadtteile Climbach, Nordeck und Winnen, während die Kernstadt bereits seit 2025 Teil der Städtebauförderung ist. Im Zentrum der Bewerbung stehen Themen, die das soziale Miteinander stärken und die historischen Ortskerne beleben: neue Treffpunkte innen wie außen, die Sanierung von Back- und Bürgerhäusern, oder die Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Hier geht es nicht um kosmetische Verschönerung, sondern um den Erhalt von Substanz und Identität. Besonders hervorgehoben wurde die intensive Bürgerbeteiligung: Ortsrundgänge, Workshops und ein offener Dialog prägten die Erstellung des kommunalen Entwicklungskonzepts. Die Stadt knüpft damit nahtlos an ihre strategische Zukunftsvision „Allendorf 2045“ an und zeigt, wie gelebte Demokratie aussehen kann.


„Allendorf ist ein hervorragendes Beispiel zukunftsorientierter Kommunalentwicklung. Dieses Engagement – vor allem in die Identität und das Zusammenleben der Menschen – verdient große Anerkennung und ist ein starkes Signal für die Zukunft des ländlichen Raumes“, lobt Christian Zuckermann, Dezernent für den ländlichen Raum des Kreises Gießen.


Sechs Jahre Förderangebote


Die zwölf neu anerkannten Kommunen können nun innerhalb von sechs Jahren von den Förderangeboten profitieren. Für die Dorfentwicklung stehen in Hessen jährlich insgesamt mehr als 40 Millionen Euro zur Verfügung. Im Rahmen eines Festaktes in Hünfelden überreichte Minister Jung den Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen ihre Förderurkunden. „Die Dorfentwicklung ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung der ländlichen Regionen. Wir unterstützen mit dem Förderprogramm diese Kommunen dabei, ihre Ortskerne zu stärken und zu entwickeln“, sagte Jung. „Unser Programm bietet zahlreiche Förderangebote: von der Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses über die Neugestaltung des Dorfplatzes, die Sanierung des Freibades bis hin zur Wohnraumschaffung. Damit trägt die Dorfentwicklung wesentlich zur Steigerung der Qualität unserer Heimatregionen bei.“

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