Unter dem Motto „Werkstatt trifft Wirtschaft – Leistung, die verbindet“ präsentierten sich zahlreiche Dienstleistungsbereiche der Lebenshilfe-Werkstätten vor interessierten Unternehmen, Kooperationspartnern und Gästen aus der Region.
Ins Gespräch gekommen
Auf dem Gelände konnten Besucher einen breiten Einblick in die Arbeit der Werkstätten gewinnen. Vorgestellt wurden unter anderem die Bereiche Werbetechnik, Garten- und Landschaftspflege, Schreinerei, Aktenvernichtung, Wäscherei, Montage und Verpackung sowie Küchen- und Cateringangebote der LiLo Küchenbetriebe der Lebenshilfe.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Neben Angeboten der LiLo Küchenbetriebe begeisterte Bohnen & Söhne die Gäste mit einem Barista-Stand und Kaffeespezialitäten. Ergänzt wurde das Angebot durch Eigenprodukte, darunter Pflanzen von der Busecker Biolandhof-Gärtnerei und weitere Artikel aus den Lebenshilfe-Werkstätten.
Ein weiterer Blickfang war der Stand der Oldtimerspendenaktion (www.oldtimerspendenaktion.de): Dort war mit einem Mercedes-Benz 300-24 TE der dritte Preis der laufenden Aktion zu sehen.
„Heute stellen sich die Dienstleistungen der Werkstätten der Lebenshilfe Gießen in ihrer ganzen Vielfalt vor“, sagte Melanie Hagedorn, zuständig für Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb bei der Lebenshilfe Gießen. „Von Werbetechnik über Garten- und Landschaftspflege bis hin zu Schreinerei zeigen unsere Teams, was alles möglich ist. Besonders wichtig war uns dabei auch der Austausch mit Unternehmen und Kooperationspartnern aus der Region.“
Im Mittelpunkt des Aktionstags standen dabei nicht nur Informationen über die verschiedenen Arbeitsbereiche, sondern auch konkrete Beispiele gelungener Zusammenarbeit zwischen Werkstätten und regionaler Wirtschaft. Mehrere Unternehmen berichteten über ihre Erfahrungen mit sogenannten betriebsintegrierten Beschäftigungsplätzen (BiB), bei denen Menschen mit Behinderung, mit Unterstützung der Lebenshilfe, direkt in Unternehmen tätig sind.
Katharina Volz, Mitarbeiterin in der digitalen Archivierung der Lebenshilfe Gießen und Reporterin der „Normalos“, hob die Bedeutung des Aktionstags hervor. „Ich finde es schön, dass hier gezeigt wird, wie vielfältig die Arbeit in den Werkstätten ist und was Menschen mit Behinderung alles können“, sagte sie. „Viele bekommen dadurch einen ganz anderen Einblick.“
Gelebte Inklusion
Neben den Informationsständen nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit Mitarbeitenden, Beschäftigten und Partnerunternehmen. Auch die „Normalos“, die Inklusiv-Reporter der Lebenshilfe Gießen, begleiteten den Tag medial und berichteten auf dem Social-Media-Kanal der Lebenshilfe über Eindrücke und Gespräche vor Ort.
„Solche Begegnungen sind für uns enorm wichtig“, konstatierte Dirk Oßwald, Vorstand der Lebenshilfe Gießen. „Unsere Werkstätten leisten jeden Tag hochwertige Arbeit und sind zugleich Orte der Teilhabe und Entwicklung. Dass heute so viele Unternehmen, Kunden und Kooperationspartner den Weg zu uns gefunden haben, freut uns sehr und zeigt, wie wichtig starke regionale Netzwerke für gelebte Inklusion sind.“