Mit dem Leiter der HSG Linden, Lothar Weigel, und der „treibenden Kraft der HSG Linden“, Ulrich Lepper, wurden zwei echte Handball-Institutionen mit der höchsten Auszeichnung des Hessischen Handball-Verbands (HHV) geehrt.
HHV-Präsident Gunter Eckart (Kirchbrombach) verlieh beiden die Ehrennadel in Gold. Vor dem Oberliga-Heimspiel gegen die TSG Oberursel in der Lindener Stadthalle bat der Vorsitzende des TV 1892 Großen-Linden und HHV-Ehrenmitglied Josef Semmelroth zur Ehrung und würdigte dabei die außergewöhnlichen Verdienste der beiden Geehrten sowie ihren unermüdlichen Einsatz für den Handballsport. „Wir zeichnen heute zwei außergewöhnliche Ehrenamtliche aus, deren jahrzehntelanges Engagement den Handballsport in Linden und weit darüber hinaus nachhaltig geprägt hat“, so Semmelroth.
Für Lothar Weigel war die Jugendarbeit stets ein besonderes Anliegen. Als Spieler war er von 1971 bis 1981 für den TV 1892 Großen-Linden aktiv, anschließend von 1981 bis 1988 für die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen in der Regionalliga sowie in der 2. Bundesliga. Bereits früh engagierte er sich zudem als Schiedsrichter (1975 bis 1982), bevor er sich ab 1999 intensiv der Trainertätigkeit widmete. Bis 2008 war er in verschiedenen Jugendmannschaften tätig, unter anderem bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, der HSG Kleenheim-Langgöns sowie bis heute als „Aushilfe“ bei der HSG Linden.
Von 2015 bis 2019 trainierte er zudem die MSG Linden. Besonders hervorzuheben ist sein Wirken als HHV-Auswahltrainer der Jugend von 2001 bis 2023 sowie seine Vorstandsarbeit bei der MSG Linden (2012 bis 2015). Als Spielgemeinschaftsleiter war Lothar Weigel ab 2015 eine zentrale Figur bei der Gründung der HSG Linden im Jahr 2019 mit den Vereinen TV 1892 Großen-Linden, TSV 2006 Lützellinden und TSV Klein-Linden. Dieses Amt bekleidet er bis heute.
Gemeinsam mit Ulrich Lepper verantwortet Weigel zudem die Organisation des jährlichen Linden-Cups, der in diesem Jahr bereits seine 36. Auflage erlebt und durch die Teilnahme mehrerer Bundesligisten eine überregionale Strahlkraft entfaltet.
Ulrich Lepper gilt als „Mister Linden-Cup“ und blickt auf mehr als vier Jahrzehnte intensiver Vorstandsarbeit in der Handballabteilung zurück. Er zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten des Handballsports in Linden. Als aktiver Spieler war Lepper von 1958 bis 1970 bei der heutigen HSG Kleenheim sowie von 1970 bis 1982 beim TV 1892 Großen-Linden aktiv. Darüber hinaus engagierte er sich als Trainer der zweiten Mannschaft des TV 1892 Großen-Linden und feierte 1975 in Berlin als Trainer der Gesamtschule Linden den Sieg bei „Jugend trainiert für Olympia“.
Lepper war Mitbegründer der MSG Linden (2016) sowie der HSG Linden (2019) und prägte den Handballsport auch auf Verbandsebene. Von 1982 bis 1991 war er Lehrwart im Bezirk Gießen-Marburg. Zudem war er Ideengeber für Spielklassenbezeichnungen, die später vom HHV übernommen wurden. Seine damals formulierte Vision, durch überregional verständliche Spielklassennamen die Attraktivität für Sponsoren zu steigern, erwies sich als wegweisend. Der Geehrte gilt zudem als „Vater des Linden-Cups“, der sich dank seiner exzellenten Kontakte zu bundesweiten Spitzenvereinen und seines außergewöhnlichen Organisationstalents zu einem überregional anerkannten Turnier entwickelt hat.
Ein besonderer Dank galt schließlich auch den beiden Ehefrauen Cornelia Weigel und Marianne Lepper, denen HHV-Präsident Eckart zum Abschluss Blumen überreichte.