12. August 2026, 13:00 Uhr

Kirchhain

Vorbild für mehr bezahlbaren Wohnraum

Staatssekretär Benedikt Kuhn besuchte in Kirchhain das Projekt der gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsbaugenossenschaft Marburg-Cappel.
12. August 2026, 13:00 Uhr
Informierten sich gemeinsam über das aktuelle Projekt (v.l.): die Landtagsabgeordneten Sebastian Sack und Dirk Bamberger, Staatssekretär Benedikt Kuhn, Dietmar Menz (erster Stadtrat Kirchhain), Stefan Funk (Geschäftsführer gwsbg), Volker Schmidt (Aufsichtsratsmitglied gwsbg), Dr. Jens Ried (stellvertrtender Vorsitzender Aufsichtsrat gwsbg) sowie Sebastian Brehmer (Aufsichtsratsmitglied gwsbg). Foto: Staatskanzlei

Staatssekretär Benedikt Kuhn hat das für den hessischen Demografie-Preis 2026 nominierte Projekt „Bezahlbar bauen – genossenschaftlich wohnen; Hausprototyp für Wohnungsbaugenossenschaften“  der gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsbaugenossenschaft Marburg-Cappel (gwsbg) als „Vorbild für mehr bezahlbaren Wohnraum“ bezeichnet.

Lösung für ländlichen Raum

„Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. In Kirchhain ist ein nachhaltiger Prototyp eines Mehrfamilienhauses entstanden, der eine Lösung gerade für den ländlichen Raum sein kann. Das Projekt ist ein echtes Vorbild für Wohnraumschaffung“, sagte Staatssekretär Benedikt Kuhn beim Ortstermin und fügte hinzu: „Allen, die dieses zukunftsweisende Projekt entwickelt haben und mit Leben füllen, gratuliere ich herzlich zur Nominierung.“

Regionale Partner

Das Besondere an dem Projekt ist die Entwicklung eines finanziell kalkulierbaren Prototyps eines Mehrfamilienhauses mit vier Wohneinheiten in nachhaltiger Holz-Hybridbauweise. Serielle Fertigung, kurze Transportwege und die Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben ermöglichen eine solide Planung und damit auch den Einsatz für den sozialen Wohnungsbau. Der Haustyp ist so konzipiert, dass er sowohl für den sozialen als auch für den frei finanzierten Wohnungsbau genutzt werden kann. Dadurch können Menschen mit Wohnberechtigungsschein und Haushalte mit mittlerem Einkommen gemeinsam in kleinen Quartieren leben – bei vergleichbarem Wohnstandard und nur geringen Mietunterschieden.

Das Projekt ist in diesem Jahr als eines von sechs Projekten für den Demografiepreis nominiert. Der Preis zeichnet seit 2010 innovative und nachhaltige Projekte aus, die Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels geben. Seit 2014 liegt der Schwerpunkt auf dem ländlichen Raum. Über die Auszeichnung entscheidet eine unabhängige Fachjury. Der Preis würdigt Projekte, die mit kreativen, übertragbaren und nachhaltig ausgerichteten Ideen Antworten auf die gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit geben.

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