19. Juli 2026, 13:00 Uhr

Gießen

Viermal um die Erde beim Socialride

Der 7. Socialride zur Tour der Hoffnung konnte eine rekordverdächtige Teilnahme verzeichnen.
19. Juli 2026, 13:00 Uhr
Nach einer gemeinsamen Radtour wurden bei der Abschlussveranstaltung bei der Möbelstadt Sommerlad die Schecks übergeben. Foto: Tour der Hoffnung

„Der Zuspruch, den wir mit dieser Aktion erreicht haben, ist grandios.“ Der 7. Socialride zur Tour der Hoffnung hat alle bisherigen Rekorde gebrochen. Drei Tage nach dem Abschluss zog Organisator Wolfgang Rinn Bilanz: 519 Radsportlerinnen und Radsportler legten gemeinsam 155.260 Kilometer zurück. Das entspricht einer Strecke von fast vier Erdumrundungen.

155.260 Kilometer durch 519 Aktive

Die Idee zum Socialride entstand während der Corona-Pandemie. Seitdem können Radfahrerinnen und Radfahrer innerhalb von neun Tagen allein oder im Team mindestens 333 Kilometer zurücklegen und für jeden gefahrenen Kilometer freiwillig zehn Cent an die Tour der Hoffnung zugunsten krebskranker Kinder und Jugendlicher spenden.

„Der Socialride erreicht bundesweit eine Rad-Community, die sich ohne Zögern der guten Sache angeschlossen hat und nachhaltig vom Tour-Virus infiziert worden ist“, berichtet Wolfgang Rinn, der zugleich zweiter Vorsitzender des Vereins Tour der Hoffnung ist. „Wer einmal dabei war, wird dieses Virus nicht mehr los.“

Die 44. Tour der Hoffnung findet vom 6. bis 8. August statt. Sie führt rund um Gießen sowie an zwei Tagen durch Sachsen-Anhalt und Sachsen. Die Teilnehmerzahl ist aus organisatorischen Gründen auf rund 150 Radelnde begrenzt.

Endgültiges Ergebnis kommt noch

Beim 7. Socialride wurde bereits Kassensturz gemacht. Auch die Statistiken beeindrucken: Insgesamt wurden 2.002 Einzeltouren unterschiedlichster Länge gemeldet. Frauen legten zusammen 38.654 Kilometer zurück, Männer 116.606 Kilometer. Die meisten Kilometer bei den Frauen sammelte Angela Bacher aus Landshut mit 686 Kilometern, bei den Männern Martin Binder aus München mit 1.883 Kilometern. Das stärkste Team stellte die DAK-Gesundheit mit insgesamt 8.792 Kilometern.

Auch organisatorisch war der Socialride eine Herausforderung: „Für die Information aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden während der neun Tage rund 4.800 E-Mails verschickt“, ergänzt Wolfgang Rinn. Was die Statistik und das ehrenamtliche Engagement betrifft, ist die Bilanz bereits beeindruckend. Jetzt nimmt die Spendenauswertung richtig Fahrt auf. Deshalb wird das endgültige Spendenergebnis erst im Rahmen der 44. Tour der Hoffnung am Samstag, 8. August, bekannt gegeben. Im vergangenen Jahr brachte der Socialride eine Spendensumme von 54.001 Euro ein. Zusammen haben die bisherigen sechs Socialrides bereits rund 188.000 Euro für den guten Zweck erzielt.

Abschlussfest bei Sommerlad

Zum Abschluss fand eine gemeinsame Ausfahrt mit rund 80 Teilnehmenden statt. In drei Gruppen wurden Strecken zwischen 35 und 55 Kilometern absolviert. Viele trugen dabei das bekannte grüne Trikot der Tour der Hoffnung. Die Route führte von Gießen über Pohlheim, Reiskirchen und Lich wieder zurück zur Möbelstadt Sommerlad ins Schiffenberger Tal.

Dort hatte das Unternehmen als langjähriger Partner der Tour der Hoffnung ein Abschlussfest organisiert, bei dem Sängerin Ingi Fett für die musikalische Unterhaltung sorgte. Höhepunkt der Veranstaltung waren mehrere Scheckübergaben: Petra Behle, Schirmherrin der Tour der Hoffnung, sowie die beiden Vorstandsmitglieder Dr. Mathias und Wolfgang Rinn nahmen von Frank Sommerlad eine Spende der Möbelstadt Sommerlad in Höhe von 5.000 Euro entgegen. Zudem überreichten „Der Gastropate“ und die „Schiffenberger Talstation“ einen Scheck über 1.500 Euro.
Darüber hinaus sorgte die Talstation mit gekühlten Getränken und Eis für das leibliche Wohl der Teilnehmer. Eine weitere Spende in Höhe von 1.000 Euro steuerte Robert Balser bei.

Damit ist bereits ein Grundstock von 7.500 Euro für den Spendenerlös des 7. Socialrides gelegt. „Jetzt dürfen wir gespannt sein, welches Gesamtergebnis am Ende zusammenkommt“, sagt Organisator Wolfgang Rinn.

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