24. September 2026, 13:00 Uhr

Buseck

Verkehrshelfer machen Schulweg sicher

Seit Schuljahresbeginn machen Verkehrshelferinnen und -helfer in Großen-Buseck rund um die Goetheschule den Weg für die Kinder sicherer.
24. September 2026, 13:00 Uhr
Im Kreuzungsbereich, wie hier in der Kaiserstraße in Großen-Buseck, machen Schilder auf die Verkehrshelfer aufmerksam. (Foto: Goetheschule Buseck)

Wer morgens rund um die Goetheschule in Großen-Buseck unterwegs ist, kennt es: Besonders aus Richtung Zeilstraße und Kita auf der einen und Kaiser- und Wilhelmstraße auf der anderen Seite strömen die Kinder in Richtung Grundschule.

Manche sind mit Fahrrad oder Roller unterwegs, andere zu Fuß. Die Schülerinnen und Schüler aus Oppenrod kommen mit dem Bus und wiederum andere werden mit dem Auto gebracht. Kurzum: Es herrscht Hochbetrieb.

Problemstellen ausfindig gemacht

„Teilweise sind die Verkehrssituationen im Umfeld der Schule leider sehr unübersichtlich“, sagt Schulleiterin Susanne Dickmann. Aus diesem Grund sind an der Ecke Kaiser-/Wilhelmstraße seit Schuljahresbeginn Verkehrshelferinnen und Verkehrshelfer im Einsatz. Die Goetheschule Buseck ist damit die zweite Schule im Landkreis Gießen, die dieses Projekt durchführt. Es verfolgt ein wichtiges Ziel: den Schulweg sicherer zu machen und gleichzeitig die Mädchen und Jungen in ihrer Selbstständigkeit auf dem Schulweg zu stärken.

„Das Projekt ist im Rahmen der Erarbeitung unseres Schulwegeplans entstanden“, erklärt Susanne Dickmann. Dazu wurden die Eltern zunächst gebeten, die Schulwege ihrer Kinder in einer Karte einzuzeichnen und auf problematische Stellen hinzuweisen. Ergänzend dazu gab es Gespräche und Ortsbegehungen mit der Gemeinde und der Verkehrspolizei. Die Schule wertete daraufhin die Rückmeldungen aus, erstellte den Schulwegeplan und verteilte ihn zum Schuljahresbeginn.

Vor den Sommerferien machte die Schule Nägel mit Köpfen und lud Interessierte, die sich vorstellen können, das Verkehrshelfer-Projekt zu unterstützen, zu einem Infoabend ein. Martin Busse aus Krofdorf-Gleiberg, wo es die Helferinnen und Helfer bereits seit einigen Jahren gibt, informierte über die dortigen Abläufe. Christian Peller, Verkehrserzieher des Regionalen Verkehrsdienstes Gießen, klärte auf, was sie überhaupt dürfen – und was nicht. Sie dürfen beispielsweise nicht in den fließenden oder den ruhenden Verkehr eingreifen, sondern helfen den Kindern beim sicheren Überqueren der Straße. Außerdem kommen sie nur zum Einsatz, wo auch eine entsprechende Beschilderung angebracht wurde.

Weitere Engagierte gesucht

„Besonders erfreulich finde ich, dass sich bereits ein paar engagierte Bürgerinnen und Bürger für das Projekt gewinnen ließen – darunter Eltern, aber auch weitere Interessierte aus Buseck. So konnten wir zum neuen Schuljahr starten“, berichtet die Schulleiterin. „Wir suchen aber noch weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter, denn es gibt weitere Stellen, an denen wir gerne Verkehrshelferinnen und -helfer einsetzen würden. Noch dazu gilt: Je mehr Menschen sich engagieren, desto einfacher ist es, die Dienste zu besetzen und das Projekt auch langfristig zu sichern.“

Die Dienste sind momentan morgens zwischen 7.30 und 8 Uhr sowie nachmittags von 14.45 bis 15 Uhr. Per Doodle-Umfrage können sich die Freiwilligen hierfür melden. „Nach einer entsprechenden Schulung können alle mitmachen, denen die Sicherheit der Kinder am Herzen liegt“, betont Susanne Dickmann. Die Ausbildung übernimmt die Verkehrspolizei, sie dauert maximal eine Stunde. „Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein und freuen uns über eine kurze Anmeldung per E-Mail an poststelle3731@schule.hessen.de“, sagt Susanne Dickmann.

Sicherheitsgefühl gestärkt

Die bisher gemachten Erfahrungen sind sehr positiv. „Die Kinder nehmen die Verkehrshelferinnen und Verkehrshelfer sehr gut an. Ihre Präsenz sorgt für mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr und gibt den Kindern zusätzlich ein Gefühl von Sicherheit“, sagt sie.

Abschließend hat die Schulleiterin noch eine große Bitte an alle, die Kinder mit dem Auto zur Schule oder zur benachbarten Kita bringen und dort abholen: „Bitte fahren Sie nicht in die Straße, die zur Schule führt. Durch den zusätzlichen Fahrzeugverkehr gefährden Sie dort andere Schulkinder.“
Das gelte insbesondere für den Kreuzungsbereich am Bioladen und die Zufahrt zur Grundschule sowie die Wilhelmstraße auf der anderen Seite des Schulgeländes, die vorwiegend von Kita-Eltern genutzt wird.

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