14. August 2026, 13:00 Uhr

Amöneburg

Training für Wald- und Flächenbrände

Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute der Stadt Amöneburg investieren Zeit in ihre Ausbildung und bereiten sich auf den Ernstfall vor.
14. August 2026, 13:00 Uhr
Einsatzkräfte proben den „Pump & Roll“-Betrieb des Löschfahrzeugs. Foto: Lena Dörr

Auf einem Stoppelacker bei Rüdigheim trainierten die Einsatzkräfte die Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden. An der Übung nahmen Feuerwehrleute aus allen fünf Stadtteilen Amöneburgs teil. Sie bilden gemeinsam den Katastrophenschutz-Zug der Stadt und zugleich den 21. Löschzug des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Unterstützt wurden sie von der Feuerwehr Kirchhain. Organisiert hatten den Ausbildungsabend der stellvertretende Stadtbrandinspektor Michael Nau und der Zugführer des Katastrophenschutz-Zugs, Winfried van Moll.

Zu Beginn beschäftigten sich die Einsatzkräfte mit den besonderen Gefahren bei Wald- und Flächenbränden. Dazu zählen vorwiegend die schnelle Ausbreitung des Feuers, schwierige Geländeverhältnisse und die oft begrenzte Verfügbarkeit von Löschwasser.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Sicherheitsregeln zum Schutz der Feuerwehrleute. Anschließend wurde das Gelernte an mehreren Stationen praktisch umgesetzt. Die Teilnehmer bauten einen Faltbehälter mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Litern auf und richteten einen zentralen Übergabepunkt für Löschwasser ein. Außerdem übten sie, wie Feuerwehrfahrzeuge, längere Schlauchleitungen und landwirtschaftliche Wasserfässer in die Wasserversorgung eingebunden werden können.

Vielfältige Aufgaben

Bei der direkten Brandbekämpfung kamen wassersparende Strahlrohre, Löschrucksäcke und Waldbrandpatschen zum Einsatz. Für die indirekte Brandbekämpfung errichteten die Feuerwehrleute mit einem Regnersystem eine Wasserwand. Mit speziellen Handwerkzeugen legten sie zudem Schutzstreifen an, die bei einem Vegetationsbrand die weitere Ausbreitung der Flammen verhindern sollen.

Für die Ausbildung nutzten die Einsatzkräfte auch den aus drei Rollcontainern bestehenden Waldbrand-Ausrüstungssatz des Landkreises. Da die Feuerwehr Amöneburg kein eigenes Logistikfahrzeug für den Transport der Container besitzt, übernahm die Feuerwehr Kirchhain diese Aufgabe.

Der Ausbildungsabend diente dazu, vorhandene Kenntnisse zu vertiefen und die Zusammenarbeit der Stadtteilfeuerwehren zu stärken. Zugleich zeigte die Übung, dass die ehrenamtlichen Einsatzkräfte auch in der Ferien- und Urlaubszeit aktiv sind und sich auf mögliche Einsätze vorbereiten.

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