Christian Hirte, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, der hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Kaweh Mansoori, sowie Heiko Durth, Präsident von Hessen Mobil, setzten den ersten Spatenstich für die B49-Ortsumgehung von Reiskirchen und Lindenstruth. Mit dem 4,2 Kilometer langen Neubau wird die Bundesstraße zukünftig um die beiden Orte herumgeführt.
Zauneidechsen umgesiedelt
Minister Mansoori hob hervor, „dass bereits im Vorfeld des aktuellen Spatenstichs landespflegerische Vorabmaßnahmen wie das Anlegen mehrerer Kleingewässer und von Ersatzhabitaten für Zauneidechsen umgesetzt wurden“. Er sagte: „In diesem Juli haben zudem schon die Erdarbeiten am ersten von insgesamt fünf Bauwerken begonnen. Auch die anderen Brücken werden nach und nach errichtet, bevor voraussichtlich ab 2028 mit dem Streckenbau begonnen wird.“
Staatssekretär Hirte sagte: „Wir investieren hier als Bund 31,4 Millionen Euro. Damit verbessern wir den Verkehrsfluss und erhöhen die Lebensqualität und Verkehrssicherheit. Davon profitieren die Anwohner, die Wirtschaft und die gesamte Region.“
Ziel des Neubaus der Ortsumgehung ist es, diesen Streckenabschnitt der B49 verkehrlich leistungsfähiger zu gestalten und qualitativ zu verbessern. Außerdem sollen dadurch die Verkehrsbelastung in den Ortsdurchfahrten von Reiskirchen und Lindenstruth vermindert, die Verkehrssicherheit erhöht und damit auch die Wohnqualität für die Bewohner der angrenzenden Bebauung verbessert werden. Die neue Ortsumgehung im Zuge der B49 wird südlich von Reiskirchen und Lindenstruth verlaufen und an die A5 an der Anschlussstelle Reiskirchen anbinden.
Ziel: Weniger Lärm und Abgase
Nach aktueller Planung soll das Gesamtprojekt 32,7 Millionen Euro kosten und voraussichtlich im Jahr 2031 fertiggestellt werden. Den Großteil der Kosten übernimmt mit 31,4 Millionen Euro der Bund, auf das Land Hessen entfallen 1,1 Millionen Euro für den Umbau der L3129. Den Rest tragen Dritte.
Auch Proteste
Der Spatenstich wurde allerdings auch von Protesten begleitet. Kritiker des Straßenbauprojekts drückten ihren Unmut mit Transparenten, Zwischenrufen und Trommelmusik aus. Sie werfen den Planern die Zerstörung der Landschaft vor und fordern stattdessen den Ausbau alternativer Verkehrsmittel wie der Vogelsbergbahn.