11. Juli 2026, 13:00 Uhr

Marburg

Segeltour vor niederländischer Küste

Zwölf Jungen waren mit der Richtsberg-Gesamtschule und dem Bewohnernetzwerk für soziale Fragen auf einer Segeltour.
11. Juli 2026, 13:00 Uhr
Das Trockenlegen im Watt war einer der Höhepunkte der Tour. Foto: BSF Marburg

Ausgangspunkt für die Gruppe der Zwölf- bis 15-Jährigen war Harlingen. Von dort führte die Reise über Workum, Enkhuizen, Den Oever und Vlieland bis zu einem eindrucksvollen Höhepunkt: dem Trockenfallen im Wattenmeer vor Terschelling.

Aktiv an Bord

An Bord mussten die Jugendlichen selbst mit anpacken: Sie standen am Steuer, setzten Segel, halfen bei den Wenden und übernahmen abwechselnd die Backschaft für die gesamte Crew. Auch beim Kochen war Eigeninitiative gefragt – jeder brachte eigene Rezepte mit, die gemeinsam zubereitet wurden. Die Mischung aus praktischen Aufgaben und gemeinschaftlichem Erleben machte den besonderen Reiz der Fahrt aus und vermittelte den Jungen Teamarbeit und Verantwortungsgefühl.

Neben dem Segeln blieb Zeit für Erholung: Schwimmen, gemeinsames Werwolf- oder Imposter-Spielen und das Erkunden der Natur gehörten zum Programm. Ein besonderer Moment war das Trockenfallen im Wattenmeer vor Terschelling – bei einem Spaziergang durchs Watt erlebten die Jungen Ebbe und Sonnenuntergang hautnah. Ein weiterer Höhepunkt war eine Fahrradtour durch die Dünenlandschaft Terschellings zum Nordseestrand, wo feiner Sand und warme Temperaturen zum Baden einluden.

Auch persönliche Themen kamen nicht zu kurz: In der geschützten Atmosphäre an Bord sprachen die Jungen offen mit Gleichaltrigen und Betreuern über Partnerschaft, Sexualität und eigene Rollenvorstellungen.

Unvergessliche Erlebnisse

Wind, Wellen und gemeinsames Segeln führten sie an ihre eigenen Grenzen und stärkten zugleich das gegenseitige Vertrauen – in einer Gemeinschaft, in der auch Schwächen gezeigt werden durften.

„Die Segeltour zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll solche Fahrten für junge Menschen sein können: Sie fördern Selbstständigkeit, Verantwortungsgefühl und Teamgeist und verbinden dies mit unvergesslichen Erlebnissen auf dem Wasser“, berichtet Mirco Niebuhr vom BSF. „Alles an Bord hat einen Grund und eine Konsequenz, jeder seine Aufgabe und seinen Platz – dies unterscheidet die Tour von der Lebenswelt, die ihnen die Erwachsenen oft bieten!“ Gefördert wurde die Maßnahme über die gendersensible Jungenarbeit der Stadt Marburg.

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