Wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt, steht die Welt der gesamten Familie Kopf. Besonders Kinder und Jugendliche tragen in dieser Ausnahmesituation oft eine schwere Last, die von Ängsten und Sorgen geprägt ist. Um diesen jungen Menschen einen geschützten Raum zu bieten, organisierte „Leben mit Krebs – LöwenMutKids“ wieder einen besonderen Segeltörn im Wattenmeer.
Wattenmeer erkundet
An Bord des Schiffes waren alle willkommen, die das gleiche Schicksal teilen. In dieser Gemeinschaft musste niemand lange erklären, wie es sich anfühlt, ein Kind mit einem krebskranken Elternteil zu sein. Ein stilles Verständnis prägte die Atmosphäre, was den Jugendlichen half, sich vollkommen zu öffnen.
Es gab viel Raum für Spaß, Lachen und unbeschwerte Abenteuer. Gleichzeitig war die Reise aber auch ein Ort, an dem drängende Fragen gestellt und Ängste ausgesprochen werden durften, ohne auf Unverständnis zu stoßen.
Segel setzen, Knoten lernen
Das gemeinsame Anpacken an Deck schweißte die Gruppe zusammen: Segel setzen, Knoten lernen und das Steuern des Schiffes stärkten das Selbstvertrauen. Fernab vom Thema „Krebs“, Therapien und der Sorge um Mama oder Papa, konnten die jungen Teilnehmer den Wind spüren, die Weite der Wellen genießen und abends gemeinsam den Sonnenuntergang im Wattenmeer beobachten. Diese intensiven Naturerlebnisse halfen dabei, neue Energie zu tanken. Auch einen neuen Segelsong haben die Kids gesungen. So heißt es im Refrain: „Wir hissen die Segel, komm an Bord, gemeinsam sind wir stark an diesem sicheren Ort. Tag und Nacht auf dem Wasser, der Wind treibt uns voran, Keiner muss alleine traurig sein, wir fangen neu an“
Projekte wie diese zeigen, wie wichtig es ist, auch die Angehörigen von Krebspatienten in den Fokus zu nehmen. Die LöwenMutKids bedanken sich herzlich bei allen Unterstützern und Spendern, die dieses unvergessliche Erlebnis erst möglich gemacht haben.