roße Sprünge und spektakuläre Fahrmanöver sorgten bei fast 300 Besuchern und Besucherinnen für viel Begeisterung bei der Eröffnung der neuen Pumptrackanlage mit Übungsparcours der Gemeinde an der Oppenröder Straße in Steinbach.
Freestyler zeigen ihr Können
Kaum war die Anlage freigegeben, zeigten die jungen Fahrer, was auf den neuen Wellen, Kurven und Sprüngen möglich ist. Doch zuvor war die rund 270.000 Euro teure und sich über 1.300 Quadratmeter erstreckende Anlage samt Übungsparcours den beiden Mountainbike-Freestylern Tom Pfeiffer und Leo Vielhaber vorbehalten. Beide zeigten auf dem neuen Pumptrack spektakuläre Sprünge und Tricks, gaben auf dem Übungsparcours wie auch auf einer Sprungrampe samt -matte Einblicke in das, was alles möglich ist.
Bei strahlendem Sonnenschein zur Eröffnung strahlte auch Bürgermeister Manuel Rosenke und blickte zurück, dass bereits beim Format „Burger mit dem Bürgermeister“ im Juli 2023 Jugendliche den Wunsch nach einer Bike- und Pumptrackanlage geäußert hatten. Die damaligen Vorschläge seien ernst genommen worden – mit dem Ergebnis, das sich wahrlich sehen lassen kann. Die Ungeduld und Begeisterung bei den zahlreichen Kindern und Jugendlichen war groß, bis sie selbst ihre ersten Runden auf der Anlage drehen und ihre Kunststücke zeigen und einstudieren konnten.
Zur Realisierung des Projekts wurde ein einst von der Gemeinde an ein Gewerbeunternehmen verkauftes Grundstück zum gleichen Preis nun zurückgekauft und darauf die Anlage errichtet. Bei der Planung wurde darauf geachtet, unterschiedliche Nutzergruppen anzusprechen. Sowohl jüngere Kinder mit Roller oder Scooter als auch Jugendliche und erfahrenere Mountainbike-Fahrer sollen die Anlage nutzen können. Wellen, Kurven, Sprünge und verschiedene Fahrmöglichkeiten ermöglichen es, die eigenen Fähigkeiten Schritt für Schritt zu verbessern. Gerade diese Möglichkeit zur Weiterentwicklung war ein wichtiger Punkt bei der Beteiligung der Jugendlichen.
Im Zuge der neunwöchigen Bauphase wurde auf eine zunächst vorgesehene Begrünung inmitten der Anlage verzichtet, um mehr Fahrmöglichkeiten zu bieten. Neben dem eigentlichen Pumptrack gehört auch noch ein Übungs- und Fahrtechnikbereich zur Gesamtanlage. Auch an das Umfeld wurde gedacht. Sitzmöglichkeiten, ein Unterstand und eine Fahrrad-Reparaturstation ergänzen die Anlage. Mehrere Unternehmen unterstützten das Projekt und die Ausstattung mit Sach- und Geldspenden. Rosenke bezifferte die Gesamtkosten ohne Grundstücksankauf auf rund 270.000 Euro, wobei die Gemeinde 136.000 Euro an Zuschuss über das Leader-Programm von EU und Land Hessen erhielt.
Hier dankte das Gemeindeoberhaupt vor allem der Region Gießener Land und dessen Vorstandsmitglied Christel Gontrum für die Beratung und Bewilligung des Förderantrags sowie der Jugendförderung des Landkreises für 2.000 Euro zur Ausrichtung der Eröffnungsfeier. Ohne Förderer und Sponsoren hätte die Gemeinde die Anlage nicht realisieren können.
Mit den Worten „Mögen die Kurven flüssig, die Sprünge sauber und die Landungen sanft sein“, übergab Rosenke die Anlage endgültig den Kindern und Jugendlichen. Bei Hüpfburg, Verpflegung und weiteren Angeboten wurde die Eröffnung zu einem kleinen Fest. Vor allem aber konnten die jungen Anwesenden das ausprobieren, worauf sie lange gewartet hatten: den neuen Pumptrack.