Der Weg ist bei Radfahrern beliebt, weshalb mit der Sanierung eine direkte Anbindung für den Radverkehr zwischen Ginseldorf und Bürgeln wiederhergestellt wird. Die Arbeiten sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Landrat Jens Womelsdorf, Cölbes Bürgermeister Dr. Jens Ried und Karsten Dittmar (Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen der Stadt Marburg) verschafften sich einen Überblick über die Arbeiten.
Die Baustrecke verläuft vom »Ohmweg« Ginseldorf über den Wirtschaftsweg im Gemeindegebiet Cölbe bis zur K34 (insgesamt 1,2 Kilometer). Der geschotterte Weg sowie der teilweise vorhandene Asphalt werden erneuert. Mit der Sanierung des Weges schaffen Kreis, Stadt und Gemeinde auch eine kurze Verbindung zum Bahnhof Bürgeln sowie einen Anschluss an den Radfernweg »R2«.
»Das ist ein weiterer Mosaikstein, um den Radverkehr im Landkreis zu stärken und das Fahrrad zu einer attraktiven Alternative zum Auto zu machen. Auch dank der guten Zusammenarbeit von Kreis, Stadt und Gemeinde haben wir eine gute Lösung gefunden, um einer viel genutzten Radverbindung die nötige Frischzellenkur zu verpassen«, betont Landrat Jens Womelsdorf.
»Der Weg entlang der Ohm ist ein gern genutzter und nicht nur für uns wichtiger Verbindungs- und Naherholungspfad. Zusammen mit der Herstellung des Radweges nach Betziesdorf erhält Bürgeln eine deutlich bessere Anbindung an das Radwegenetz in Marburg-Biedenkopf. Im nächsten Schritt werden wir über den Anschluss des Weges an die K 34 ins Gespräch gehen und gemeinsam mit dem Landkreis auch hier weitere Verbesserungen erzielen«, sagt Cölbes Bürgermeister Dr. Jens Ried. »Mit diesem Ausbau des Wirtschaftsweges rücken wir die Bedürfnisse der Radfahrer in den Mittelpunkt: Ein neuer, ebener Belag und effektive Drainagen sorgen für ganzjährigen Fahrkomfort und Sicherheit - das ist gut für den immer weiter wachsenden Alltagsverkehr mit dem Rad und auch für den Freizeitspaß«, so Karsten Dittmar (Fachbereichsleiter Planen und Bauen bei der Stadt Marburg).
Der Weg wird nicht geteert, da er sich im Überschwemmungs- und Naturschutzgebiet befindet. Die Körnung der finalen Schotterschicht ist jedoch so fein, dass auch schmalere Reifen von Fahrrädern problemlos dort fahren können. Zudem verdichtet sich die Schicht durch Nutzung des Weges stetig. Zum Schutz der Radfahrer wird die Geschwindigkeit der K34 am Sportplatz vorbei Richtung Bürgeln dann auf 70 km/h reduziert.
Arbeiten Richtung Betziesdorf parallel
Mit den Arbeiten ist die Firma Heinrich Rohde Tief- und Straßenbau GmbH beauftragt. Diese wird auch den neuen Radweg zwischen Bürgeln und Betziesdorf bauen. Die Arbeiten hier werden nun teilweise parallel erfolgen. Der Abschluss der Arbeiten für den Radweg Bürgeln-Betziesdorf ist Ende Oktober geplant. Der Neubau der Bushaltestelle Ecke Rennweg/Betziesdorfer Weg soll ebenfalls bald abgeschlossen sein. Sollte der Landkreis sich im kommenden Jahr für einen Neubau der Grundschule Bürgeln-Betziesdorf entscheiden, wäre mit dem Radweg eine sichere Verbindung zum möglichen neuen Schulstandort gewährleistet.