Insgesamt rund 500 Teilnehmer nutzten an zwei Tagen die Gelegenheit, sich in Theorie und Praxis weiterzubilden und miteinander ins Gespräch zu kommen. Das organisations- und landkreisübergreifende Symposium hat sich in den zurückliegenden Jahren als feste Größe in Sachen Aus- und Weiterbildung für ärztliches und nicht-ärztliches Rettungsdienstpersonal etabliert.
Veranstalter waren die Landkreise Marburg-Biedenkopf, Gießen und der Vogelsbergkreis sowie die Johanniter-Unfall-Hilfe Mittelhessen, das Deutsche Rote Kreuz Mittelhessen und der Malteser Hilfsdienst Hessen. In diesem Jahr hatte der Landkreis Marburg-Biedenkopf federführend die Organisation und Ausrichtung übernommen.
„Unser Ziel war es, ein breites und an den Bedürfnissen der praktischen Arbeit im Rettungsdienst orientiertes Themenspektrum anzubieten“, erläuterte Maik Klein, der beim Landkreis Marburg-Biedenkopf den Fachdienst Rettungsdienst leitet. Dieses Angebot sei sehr gut nachgefragt und auch angenommen worden.
Workshops und Fachvorträge
Während am ersten Tag des Symposiums praktische Workshops im Mittelpunkt standen, bestimmten Fach-Vorträge den zweiten Tag der Veranstaltung. Ein Schwerpunkt der Workshops lag auch auf dem praktischen Training im Rettungs-Team, etwa zum Thema Wiederbelebung, Notfälle mit Kindern oder Beatmung.
Einblicke in militärische Arbeitsweisen in der Notfallmedizin bot die Bundeswehr, die vor der Stadtallendorfer Stadthalle eine Behandlungseinrichtung aufgebaut hatte. Die Aufgaben des Rettungsdienstes auf einem Behandlungsplatz für bis zu 25 Patienten in Katastrophenschutz-Lagen konnten sich die Teilnehmer ebenfalls ansehen.
Eine interaktive Fallkonferenz, bei der besondere Fälle aus dem rettungsdienstlichen Alltag besprochen wurden, sowie die Diskussion zu rechtlichen Fragen rundeten das Angebot ab.
In den Fachvorträgen haben namhafte Referenten ebenfalls ein breites Themenspektrum präsentiert: Von aktuellen Leitlinien bei der Wiederbelebung über kulturelle Vielfalt im Einsatz, Geschlechtergerechtigkeit in der Notfallmedizin, die Zusammenarbeit bei polizeilichen Sonderlagen bis zu rettungsdienstlichen Erkenntnissen aus der Großveranstaltung in Gießen im November 2025.
„Als Rettungsdienstträger ist uns eine gute Aus- und Weiterbildung des Fachpersonals im Rettungsdienst sehr wichtig. Dazu hat das Mittelhessische Rettungsdienst-Symposium – mittlerweile schon zum 24. Mal – beigetragen. Es wurden unterschiedliche Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und von kompetenten Referenten in den Fokus gerückt“, betonte Landrat Jens Womelsdorf. Er dankte dem Organisationsteam aus dem Fachbereich Gefahrenabwehr der Kreisverwaltung für die Planung und Organisation der Veranstaltung.