Zur Stärkung des Campus-Standorts wird zum 500. Jubiläum der Universität ein neuer Begegnungsort entstehen. Der Neubau soll 2027 fertig sein und kostet rund 6,8 Millionen Euro. Die Menseria ersetzt „Mo’s Diner“ im Mehrzweckgebäude. Sie soll die gastronomische Versorgung auf dem Campus insgesamt verbessern und die große Distanz zwischen der Mensa im nördlichen Teil und den Instituten im Süden überbrücken. Mit dem Neubau sowie der später folgenden Neugestaltung des Geländes soll ein lebendiger Treffpunkt entstehen.
Ankerpunkt und Lebensqualität
„Die Menseria ist ein wichtiger Ankerpunkt in der Weiterentwicklung des Campus Lahnberge. Denn sie eröffnet neben der Gastronomie einen Ort, an dem sich Universitätsangehörige austauschen können – sei es über Spitzenforschung oder Seminarinhalte oder auch über das Leben jenseits der Universität“, sagt Claas Cordes (Kanzler der Philipps-Universität).
Marie-Luise Kohl (Geschäftsführerin des Studierendenwerks Marburg) betont: „Das Motto aller Studierendenwerke lautet: ,Damit Studieren gelingt‘. Die neue Menseria soll uns ermöglichen, diesen Auftrag noch besser zu erfüllen. Unser Ziel ist es, Studierenden und Mitarbeitern eine vollwertige, gesunde und attraktive Ernährung anzubieten. Damit schaffen wir Lebensqualität und einen Raum für Gemeinschaft auf dem Campus.“
Timon Gremmels (Landesminister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur) sagt: „Die neue Menseria wird den Wissenschaftsstandort auf den Lahnbergen aufwerten. Orte wie die Menseria sind wichtig für das studentische Miteinander und die Vernetzung über Fachbereiche hinaus. Dieser Gedanke des Zusammenhalts war auch bei der Planung wichtig: Stadt, Universität, Nutzerinnen und Nutzer haben den Standort gemeinsam festgelegt.“
Architektur und Raumangebot
Die neue Menseria bietet im Erdgeschoss Platz für 160 Personen. Zusätzlich können sich Gäste im großen Außenbereich mit umlaufendem überdachtem Balkon und Terrasse aufhalten. Die Terrasse wird von einem Geländer und einem halbtransparenten umlaufenden Holzlamellen-Sonnenschutz umschlossen.
Im Untergeschoss ist das Gebäude wegen der Hanglage in das Gelände eingebunden. Der südliche untere Eingangsbereich hat großzügige Öffnungen mit Blickbezügen in das untere Foyer und auf die Freitreppe in den Gastraum. Das Gebäude ist mit einem Aufzug ausgestattet, der Personen- und Warenverkehr ermöglicht und damit auch die barrierefreie Erschließung sicherstellt.