Im Gemeindezentrum Niederweimar kamen 96 der insgesamt 117 Synodalen zur konstituierenden Sitzung zusammen. Die Synodalen trafen gleich die ersten wichtigen Entscheidungen – nämlich, wer in den kommenden sechs Jahren in welchen Funktionen und Ausschüssen tätig sein wird.
Neuer Vorstand
Zur Präses, also Vorsitzenden der Kreissynode, wurde erneut Nadine Bernshausen gewählt. Sie gehört damit automatisch auch dem Kirchenkreisvorstand an, an dessen Spitze Dekan Dr. Burkhard von Dörnberg steht. Bei der Wahl zur stellvertretenden Dekanin konnte sich Pfarrerin Aline Seidel durchsetzen, die mit einer halben Stelle Gemeindepfarrerin in Dreihausen ist und mit einer weiteren halben Stelle für die Kasualagentur „Segenszeit“ zuständig.
Das dritte geistliche Mitglied ist Fabian Woizeschke aus Niederweimar. Als Laien wurden in den Kirchenkreisvorstand gewählt: Kurt Barth (Kirchengemeinde Roth), Tanja Deucker (Matthäusgemeinde Ockershausen), Heiko Haus (Universitätskirchengemeinde Marburg), Dr. Klaus Meiß (Kirchengemeinde Cappel) und Martin Sommer (Kirchengemeinde Niederwalgern).
Stellvertreter der Präses ist künftig Pfarrer Ulrich Biskamp von der Lutherischen Pfarrkirche Marburg, die Stellvertreterinnen für die geistlichen Mitglieder sind Pfarrerin Heike Preising (Wittelsberg-Moischt) und Pfarrerin Karin Weigel (Elnhausen), die Stellvertreter für die Laienmitglieder Helmut Giebeler, Dr. Rainer Dorn, Martin Linnemann und Robert Skott.
Neue Ausschüsse
Außerdem standen die Wahlen für den Propst- und den Dekanfindungsausschuss sowie den Kreisdiakonieausschuss auf dem Programm, ebenso die Bildung von Finanz-, Bau-, Jugend- und Partnerschaftsausschuss sowie des kirchenmusikalischen Ausschusses.
Mit dem Thema Finanzen durften sich die neuen Synodalen dann auch gleich noch inhaltlich beschäftigen: Der Haushalt 2026/2027 wurde beschlossen.
Bei den Beratungen wurde deutlich, dass weitere Einsparungen notwendig sein werden. Im Bereich der offenen Jugendarbeit, in die der Kirchenkreis in Zusammenarbeit mit der Stadt Marburg investiert, ist noch unklar, wie hoch die Risiken angesichts der gekündigten Verträge und der angekündigten Sparvorhaben der Stadt sind. Dennoch fasst Dekan Dr. Burkhard von Dörnberg zusammen: „Wir sind auf einem guten und soliden Weg.“
Außerdem wurde noch Antrag an das Landeskirchenamt gestellt, die Stelle des Bezirkskantors für den Kirchenkreis endlich neu zu besetzen. Seit Beginn dieses Jahres ist der ehemalige Bezirkskantor Nils Kuppe als Stadtkantor in Marburg tätig und gemäß landeskirchlicher Vorgabe nur noch für die Elisabethkirche zuständig. Damit fehlt den vielen anderen Musikern und Chorleitern im Kirchenkreis eine angemessene Begleitung.
Die Pausen zwischen den Wahlgängen der Synode wurden genutzt, indem sich Gäste den Synodalen vorstellten: Harald Spreda, der neue Leiter des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf und die Freiwilligenmanagerin des Kirchenkreises, Elena Imkamp.
Propst Dr. Volker Mantey sprach ein Grußwort und ermunterte die Synodalen dazu, die Kirche in eine gute Zukunft zu führen – eine Zukunft, in der die Menschen Hoffnung in der Kirche finden. Dr. Burkhard von Dörnberg gestaltete seinen Dekansbericht unter einem ganz ähnlichen Blickwinkel: „Fröhlich Kirche sein“.