21. Januar 2026, 13:15 Uhr

Lich

Neubert startet in zweite Amtszeit

Feierlich wurde Lichs Bürgermeister Dr. Julien Neubert im Bürgerhaus bei der Stadtverordnetensitzung in seine zweite Amtszeit eingeführt.
21. Januar 2026, 13:15 Uhr
Lichs Stadtverordnetenvorsteher Michael Pieck gratuliert Bürgermeister Dr. Julien Neubert. Foto: Karger

Fast 200 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen und wurden von den Songlines unter Frank Kleffmann mit dem Abba-Hit „Take a chance on me“ begrüßt. Aber auch das von Jan Görlach geleitete Blasorchester Eberstadt sorgte für den musikalischen Part an diesem Abend, in dessen Mittelpunkt die Verpflichtung und Ernennung des wiedergewählten Bürgermeisters Dr. Julien Neubert stand.

Weitere sechs Jahre im Amt

Er war bei der Direktwahl am 28. September als einziger Bewerber mit 83,63 Prozent für eine weitere sechsjährige Amtszeit im Amt bestätigt worden. Am 16. Januar 2020 hatte Neubert sein Amt angetreten und sogleich mit Corona eine schwere Aufgabe zu bewältigen gehabt. Daran erinnerte Stadtverordnetenvorsteher Michael Pieck, als er die Verpflichtung für die nun am Freitag begonnene zweite Amtszeit vornahm, während erster Stadtrat Burkhard Neumann Neubert die Ernennungsurkunde überreichte.

Dieser formalen Vorgabe schlossen sich zahlreiche Gratulationsworte aus Politik, Verwaltung, Kirche und Kollegenkreisen an, in denen Neubert für seine engagierte, lösungsorientierte und präsente Arbeit der vergangenen sechs Jahre gewürdigt, seine Einsatzbereitschaft, sein Vertrauen in die Menschen, seine Bodenständigkeit sowie seine Fähigkeit, schwierige Aufgaben und Krisen zu meistern, hervorgehoben wurden.

In seiner Dankesrede räumte Neubert ein, „heute wesentlich erfreuter und entspannter“ zu sein, als noch bei der Überreichung der Amtskette vor sechs Jahren. Von den zahlreichen Besuchern und Besucherinnen zeigte er sich sichtlich überwältigt und vor allem auch über den aus der marokkanischen Partnerstadt Tata angereisten ehemaligen Bürgermeister Moulay El Mahdi Lhabibi.

In den zurückliegenden sechs Jahren wurde trotz aller Belastungen viel erreicht. Neubert verwies etwa auf den Ausbau der Kinderbetreuung, Investitionen in Infrastruktur und Gemeinschaftseinrichtungen, die Stärkung der Bürgerbeteiligung sowie die kontinuierliche Unterstützung des Ehrenamts. Die Stadt habe bewiesen, dass sie auch unter schwierigsten Rahmenbedingungen handlungsfähig bleibe. „Diese Haltung fasst ein Zitat von Winston Churchill treffend zusammen: Der Pessimist sieht in jeder Gelegenheit die Schwierigkeit, der Optimist sieht in jeder Schwierigkeit die Gelegenheit“, erklärte Neubert. Mit dieser Einstellung will er auch künftig Politik gestalten, „damit Zuversicht kein leeres Wort bleibt, sondern weiterhin das leitende Motiv für das gemeinsame Handeln in der Stadt ist“.

Anforderungen sind gestiegen

Zuvor hatte bereits Pieck für die überwiegend gute, wenn auch nicht immer einfache Zusammenarbeit der vergangenen sechs Jahre gedankt. Die Anforderungen an das Amt seien deutlich gestiegen: immer komplexere Gesetze, neue Medien, der Spagat zwischen Bewahren und Erneuern sowie das Mitnehmen aller Beteiligten bei schwierigen Umsetzungsprozessen. Neubert habe dabei oft als „Kapitän“ agiert und bei Haushaltsberatungen schon einmal ein Modell-Segelschiff mitgebracht und dies allen vor Augen geführt. Als Kapitän habe er trotz Gegenwinds Kurs gehalten, mal als Steuermann, mal als Rettungsanker.

Für die Bürgermeisterkollegen waren es Lars Burkhard Steinz (Heuchelheim) und Peter Gefeller (Staufenberg), die in einem humorvollen Dialog zur Wiederwahl gratulierten, die sie als klare Bestätigung der geleisteten Arbeit werteten. Beide beschrieben Neubert als außergewöhnlich präsenten, unermüdlichen Bürgermeister, der rund um die Uhr arbeite, Kritik aushalte und sich von anderen unterscheide. Die Bürger und Bürgerinnen bekämen „viel Bürgermeister fürs Geld“, mit dessen kantiger Persönlichkeit man gut umgehen könne. Beide wünschten „Kraft, Glück und Gelassenheit für die kommenden sechs Jahre“.

Segnung und musikalischer Rahmen

Für die neue evangelische Kirchengemeinde Arnsburger Land gratulierten abschließend die beiden Pfarrer Alexander Eisenreich und Matthias Bubel. Eisenreich beschloss den offiziellen Teil mit der Segnung Neuberts und leitete zu Blasmusikklängen über. Dabei hatten die Musiker und Musikerinnen aus Eberstadt auf Wunsch des Stadtoberhaupts „Highland Cathedrale“ und das von Sophie Schindler gesungene „Don’t stop me now!“ vorgetragen, während zwischenzeitlich die Songlines in einem zweiten Auftritt mit Liedern wie „So soll es bleiben“, „Ocean“ und „Pompeji“ zu hören waren.

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