05. Juni 2026, 13:00 Uhr

Rauschenberg

Mehr Sicherheit in der Sonne

Mit sogenannten UV-Index-Tafeln an Freibädern leistet der Landkreis Marburg-Biedenkopf einen Beitrag, um auf die Gefahr von Hautkrebs aufmerksam zu machen.
05. Juni 2026, 13:00 Uhr
Gemeinsam für mehr Sicherheit in der Sonne (v.l.): Dr. Constanze Schul (stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes), Alexandra Klusmann (Bürgermeisterin der Stadt Rauschenberg), Erika Weber (Bürgermeisterin der Gemeinde Bad Endbach), Thomas Groll (Bürgermeister der Stadt Neustadt), Landrat Jens Womelsdorf, Jochen Achenbach (Bürgermeister der Stadt Biedenkopf), Sabine Balzer von der Stadt Kirchhain, Rolf Weber (Betriebsleiter des Eigenbetriebes Stadtwerke der Stadt Stadtallendorf) sowie Dr. Maren Bredehorst vom Gesundheitsamt stellen die UV-Index-Tafeln für Freibäder vor. Foto: Stefanie Hartwich/Landkreis

Über die neuen Tafeln lässt sich über einen QR-Code tagesaktuell die Intensität der UV-Strahlung abrufen. Ultraviolette (UV-)Strahlung gilt als der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor für Hautkrebserkrankungen. Die erste Tafel steht nun am Freibad in Rauschenberg. Landrat Jens Womelsdorf und Bürgermeisterin Alexandra Klusmann haben das Projekt dort vorgestellt.

Die Idee zur Bereitstellung der Tafeln entstand im Rahmen dieses Modellprojektes: Als eine von sechs Modellkommunen hat Rauschenberg im Beratungsprozess einen „Runden Tisch für Kinder- und Jugendgesundheit“ eingerichtet. Dort wurde vermehrt über Sonnenbrände bei Kindern und Jugendlichen im Freibad berichtet.

Hinweise auf Gefahren

„Durch den Klimawandel nimmt die Zahl der Sonnentage zu und die Sonnenstrahlung wird intensiver. Gerade für Menschen, die sich längere Zeit im Freien aufhalten, steigt das Risiko für eine hohe Belastung mit UV-Strahlung auf Haut und Augen. Mit den Tafeln wollen wir deshalb auf diese Gefahr hinweisen. Denn da man die Strahlung nicht direkt sieht oder merkt, kann sie leicht unterschätzt werden. Gerade in Freibädern, wo sich häufig auch junge Menschen lange Zeit und meist nur mit wenig oder keiner schützenden Kleidung aufhalten“, macht Landrat Jens Womelsdorf deutlich.

„Herzlichen Dank an den ‚Runden Tisch für Kinder- und Jugendgesundheit‘ und den Landkreis für die Initiative und die Umsetzung. Der Dank gilt auch dem Förderverein Freibad Rauschenberg, der entsprechende Sonnenmilchspender angeschafft hat, um die Sache abzurunden. Jetzt, da die Freibadsaison beginnt, ist es auch die Verantwortung der Stadt, sich des Themas anzunehmen“, sagt Rauschenbergs Bürgermeisterin Alexandra Klusmann.

„Die UV-Index-Tafeln zeigen nicht nur die Stärke der UV-Strahlung. Sie geben auch verständliche und alltagsnahe Verhaltensempfehlungen. Dazu zählen das Auftragen von Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor, das Tragen von Kopfbedeckungen und hautbedeckender Kleidung oder das Aufsuchen von Schattenplätzen. Je höher der Wert auf der Skala von 1 bis 11+, desto wichtiger sind geeignete Sonnenschutzmaßnahmen“, erklärt Dr. Maren Bredehorst vom Gesundheitsamt des Landkreises.

Einer Hautkrebserkrankung könne wirksam vorgebeugt werden. „Eine Pause im Schatten einlegen und Sonnencreme verwenden – alle können aktiv werden, um sich vor schädlicher UV-Strahlung zu schützen“, so Bredehorst.

Ergebnisse des Modellprojektes

Für den Herbst ist die Veröffentlichung der Evaluationsergebnisse des Modellprojektes in Form einer Handreichung vorgesehen. Sie soll insbesondere ländlich geprägten Kommunen Wege aufzeigen, Gesundheitsförderung und Prävention für ihre Bevölkerung voranzubringen. Mehr Informationen online auf www.marburg-biedenkopf.de sowie unter www.lkmb.de/gesundheitsinitiative.

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