21. November 2025, 13:00 Uhr

Heuchelheim

Martinsmarkt lockt Massen nach Heuchelheim

Der 37. Martinsmarkt in Heuchelheim war ein willkommener Treffpunkt für Familien, Freunde, Nachbarn, Vereine und regionale Händler.
21. November 2025, 13:00 Uhr
Auch die lokale Prominenz durfte in Heuchelheim beim Martinsmarkt nicht fehlen. Foto: Karger

Wenn es auch nur vier anstelle der sieben angekündigten Böllerschüsse zur Eröffnung des 37. Martinsmarkts in Heuchelheim waren, so war dies die einzige Panne an einem rundum gelungenen Markttag. Zwar zeigte das Wetter  nicht von seiner besten Seite, doch zur Eröffnung und auch den ganzen Tag blieb es überwiegend trocken.

Schnell füllten sich die Gassen um die Kirche und entlang der beiden Bieberbachseiten. Den von Rolf Wagner und Claudio Noch vom Schützenverein gesteuerten Böllerschüssen vorausgegangen waren der von Pfarrerin Cornelia Weber gehaltene Martinsmarkt-Gottesdienst in der Martinskirche und das vom Posaunenchor der evangelischen Kirche unter der Leitung von Marina Jung vorgetragene „Posaunentags-Fanfare“ sowie gleich drei Liedvorträge des von Ulrich Faatz geleiteten Chors „Go Spirits“ vom Gesangverein Germania Heuchelheim. Dieser sorgte mit den Liedern „Hinunter ist der Sonnenschein“, „Akekho Ofana no Jesu“ und „Ride the chariot“ für eine besondere Stimmung.

Ein Willkommensgruß von Bürgermeister Lars-Burkhard Steinz galt dem Alt-Bürgermeister und ehemaligen Landrat Willi Marx, seinen drei Amtskollegen Marc Nees (Wettenberg), Peter Gefeller (Staufenberg) und Christian Walendsius (Lahnau, dem laut Steinz in „Hausschlappen“ gekommen), dem ersten Kreisbeigeordneten im Landkreis Marburg-Biedenkopf, Peter Neidel, sowie auch den drei Landtagsabgeordneten Katrin Schleenbecker, Michelle Kraft und Nina Heidt-Sommer.

Mit gewohnt herzlichen Worten eröffnete Steinz den Martinsmarkt, der in diesem Jahr 95 Stände und damit einige weniger als im Vorjahr zählte. „Wir in Heuchelheim wissen, wie man Herbst kann“, betonte Steinz schmunzelnd zur Wetterlage und verwies auf den Markt als Ort der Begegnung, an dem sich Freunde und Nachbarn treffen, Vereine sich präsentieren und regionale Händler ihre Waren anbieten. Mit einem Hinweis auf den Namensgeber von Kirche und Markt, den heiligen Martin, der mit einem frierenden Bettler seinen Mantel teilte, machte Stein deutlich, dass es in der Geschichte um zeitlose Werte wie Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt geht.

Gerhard Noll durfte Glocke läuten

Gerhard Noll wurde die Ehre zuteil, die Marktglocke zur Eröffnung zu läuten. „In seinem Verein – der SG Kinzenbach – ist er unentbehrlich und hat hier so ziemlich alles gemacht, was man machen kann, war Spieler, Funktionär und Helfer. Er ist einer derjenigen, die den Verein zusammenhalten – als Ehrenamtliche. Das schätzen wir an ihm, und sein jahrzehntelanges Engagement wollen wir mit dem Eröffnen des Martinsmarktes gewürdigt wissen“, so Steinz.

Der Markt selbst bot auch in diesem Jahr wieder eine bunte Vielfalt, die Stände luden zum Bummeln und Verweilen ein. Die Magic Stars boten gleich 42 Torten und Kuchen an, beim Schützenverein gab es „Schießburger“ – wahlweise mit Chili-Schieß-Sauce – und beim Kleintierzüchterverein die beliebte Hühnersuppe. Dazu gesellten sich Leckereien wie Langos, Crêpes und viele weitere Spezialitäten.

Wer sein Glück versuchen wollte, fand an mehreren Ständen Glücksräder, etwa beim Förderverein der Kindergärten in Heuchelheim und Kinzenbach. Erstmals mit dabei war auch ein Foodsharing-Stand, der auf nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln aufmerksam machte. Neben dem kulinarischen Angebot konnten ein Fiat-Oldtimer und Roller bestaunt werden. In guter Tradition war der Martinsmarkt auch der erste Verkaufstag für den Benefiz-Adventskalender des Lions-Clubs Gießen Burg Gleiberg

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