13. September 2026, 18:15 Uhr

Marburg

Marburgs Norden erhält Anschluss

Mit dem Spatenstich haben die Bauarbeiten für den Neubau der Brücke über die Bahnstrecke an der L3089 in Marburg-Nord begonnen. Die Verkehrsfreigabe des Neubaus soll Ende 2027 erfolgen.
13. September 2026, 18:15 Uhr
Gemeinsam haben die Verantwortlichen der Fachfirmen und der Stadt Marburg den offiziellen Startschuss zum Brückenneubau gegeben. Foto: Hessen Mobil

„Der Spatenstich ist ein entscheidendes Signal für die Menschen. Nach der notwendigen Sperrung und dem Abriss der alten Brücke schaffen wir nun eine moderne, sichere und dauerhafte Querung. Wir wissen um die Belastungen durch die Umleitungen und danken allen für ihre Geduld. Dieses Projekt hat für uns höchste Priorität, um die alltäglichen Wege für die Bürger sowie die Erreichbarkeit der ansässigen Unternehmen schnellstmöglich wiederherzustellen“, erklärt Annett Nusch (Dezernentin Planung und Bau Westhessen bei Hessen Mobil).

Notwendigkeit des Neubaus

Die 1965 fertiggestellte Brücke musste am 26. November 2024 gesperrt werden. Zuvor war die Brücke bereits engmaschig überwacht worden. Sonderprüfungen hatten Risse an der Stegunterseite festgestellt, die die Standsicherheit gefährdeten. Eine Sanierung wurde ausgeschlossen und die alte Brücke im März 2025 abgerissen.

Aktueller Zeitplan

Ende Mai begannen die vorbereitenden Arbeiten. Der Neubau soll nach aktuellem Plan Ende 2027 für den Verkehr freigegeben werden. Für einige Arbeiten müssen die unter der Brücke verlaufenden Bahngleise gesperrt werden. Über den genauen Zeitpunkt der Sperrpausen wird rechtzeitig informiert.

Aktuell läuft die Herstellung der Bohrpfähle und der Gründung. Arbeiten an der Oberleitungsanlage sowie Sicherung und Abspannung der Oberleitungsmasten werden über mehrere Nächte verteilt erfolgen.

Bis Ende April 2027 sollen die neuen Widerlager entstehen und wohl im Laufe des Mai 2027 kommt es zu zwei Bahnsperrungen. Hier werden etwa die neuen Brückenträger mit einem Mobilkran nachts eingehoben.

Bis Mitte Oktober 2027 werden die Fahrbahn sowie weitere Brückenausstattungen entstehen. Nach der Verkehrsfreigabe erfolgen dann noch Restarbeiten.

Weitere Details

Der neue Überbau wird als Stahlverbundkonstruktion ausgeführt. Dabei bilden Stahlträger aus wetterfestem Stahl gemeinsam mit der Fahrbahnplatte aus Beton die tragende Konstruktion. Eine Besonderheit stellt der Einsatz von ultrahochfestem Faserbeton, aufgebracht auf die Fahrbahntafel, dar. Dieser besonders widerstandsfähige Hochleistungsbaustoff ermöglicht eine sehr robuste und dauerhafte Konstruktion und trägt so zu einer langen Nutzungsdauer der neuen Brücke bei.

Mit dieser Bauweise kommt eine innovative und auf hohe Dauerhaftigkeit ausgerichtete technische Lösung zum Einsatz.

Die Kosten für das Bauwerk liegen bei rund 15 Millionen Euro. Hinzu kommen etwa 3 Millionen Euro für den Abbruch und weitere Nebenarbeiten.

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