22. Februar 2026, 13:00 Uhr

Lich

Männerballett sorgt für Beben

Die Beats im Licher Bürgerhaus brachten alles beim 14. Männerballetttanzturnier der „Elefantenfüsse Muschenheim“ zum Beben.
22. Februar 2026, 13:00 Uhr
Sieger des Tanzturniers wurden die „Maskulinchen“ des TV Hausen mit ihrer MS-Maskulinchen-Kreuzfahrt. Foto: Berger

Dicht gedrängt und ganz nah an der Bühne dran waren die 500 Besucher und Besucherinnen in Lich bei diesem Spektakel mit sieben Männerballetts der Spitzenklasse. Als die Musik einsetzte und die Bühne bebte, da gab es kein Halten mehr. Starke Kerle zeigten eindrucksvoll, dass Rhythmus, Eleganz und Humor perfekt zusammenpassen. Mit kreativen Choreografien, beeindruckenden Hebefiguren und jeder Menge Show brachten sie das Bürgerhaus zum Wanken.

Sportliche Höchstleistungen

Gunnar Geidel geleitete durch den Tanzreigen, der zum zweiten Mal im Bürgerhaus ausgetragen wurde und bei dem sich auch fünf Frauen-Showtanzformationen in den Pausen präsentierten. Längst vorbei ist die Zeit, als Männerballetts eine Angelegenheit von Männern mit dicken (Bier-)Bäuchen waren. Klar, der Bierkonsum ist rückläufig, doch daran liegt es nicht, dass es sich mittlerweile um austrainierte Jungs handelt, die akrobatisch und turnerisch einiges zu bieten haben. Vor allem Ausdauer und Power sind bei den durchweg fast zehn Minuten langen Tanzbeiträgen gefordert, wenn die an diesem Abend insgesamt 95 Jungs in schillernden Kostümen die Bühne erobern und mit spektakulären Moves begeistern.

Und was in einem Jahr mit intensivem Training so alles passieren kann, zeigte am Ende der Turniersieger, der noch im Vorjahr bei seiner ersten Teilnahme auf dem letzten Platz gelandet war. Gleich zu Beginn war der Jubel groß, als die Gastgeber „Elefantenfüsse Muschenheim“ außer Konkurrenz ihren Tanz „Das fünfte Element“ präsentierten.

Nach dem Tanz der Hungener Frauenshowtanzformation Matching System Hungen eröffnete „Schisslameng Garbenheim“ den Wettbewerb. Die 13 Jungs nahmen als Seemänner die Zuschauer mit auf die Reeperbahn samt „Ritze“ auf St. Pauli. Mit den „Waschbierbauchboys“ aus Stangenrod ging es nach Las Vegas, wo die 32 begnadeten Waden ums Casino wirbelten.

Kreative Choreos

Es folgten die „Captains feat. Rüdiger“ aus Griedel, die sich als unter Strom stehende Elektriker präsentierten. Die 13 Tänzer machten sich mit Bier am Stromkasten zu schaffen und setzten sich gekonnt in Szene. Als Wikinger boten die Vorjahressieger und somit Titelverteidiger „Magic Nonames Ossenheim“ einen Tanz zwischen Drachen- und Partyinsel.

Daran knüpften die „Maskulinchen“ des TV Hausen an und nahmen die begeisterten Zuschauer mit aufs Kreuzfahrtschiff MS Maskulinchen. Nach der Premiere im Vorjahr verzückten die 16 Jungs dieses Mal auf ihrer Reise von Amerika über Schottenrocktanz bis zu den Oranjes nach Holland und nach Griechenland. Am Ende landete die Crew auf dem frenetisch gefeierten ersten Platz.

Zurück ins Hessische führte der Auftritt der zehn „Glorreichen Schenkelschwinger“ aus Hungen. Mit ihrem Tanz „Back to the Bembel“ brachten sie echtes Heimatgefühl auf die Bühne und begeisterten mit Witz, Rhythmus und jeder Menge Apfelwein-Charme. Gleich mit einem Prosit und ihrem Namen alle Ehre machend, startete der Tanz des „MännerBierBallett“ des Heuchelheimer Carneval-Verein. Die elf Männer verzichteten im Gegensatz zu allen anderen Teilnehmern auf eine Bühnendekoration und stellten den Spaßfaktor in den Mittelpunkt ihres Tanzes. Die fünfköpfige Jury hatte kein leichtes Spiel. Beurteilt wurden die Wettbewerbsbeiträge nach Tanz und Ausführung einschließlich Synchronität der Schritte, Hebefiguren und Bewegungsvielfalt, Spaßfaktor, Witz und Gaudi, Idee und Gestaltung sowie Kostümen.

Nach Mitternacht ging es dann zur Siegerehrung und die Jury verkündete nach der flotten Tanzeinlage von Deja-Vu Muschenheim das Urteil. Hinter den Siegern aus Hausen landete Ossenheim auf dem Silberplatz vor Titelverteidiger Garbenheim und den Waschbierbauchboys aus Stangenrod, Griedel und Heuchelheim. Ein besonderer Dank galt der 50-köpfigen Helferschar. Hier wurden die Elefantenfüße von den Mädels Smash aus Griedel und Deja-Vu aus Muschenheim unterstützt.

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