„7 Jahre – 700.000 Bäume“: Unter diesem Motto will die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Bewahrung der Schöpfung leisten.
„Bei der Aktion ging es nicht nur ums Anpacken, sondern auch um Selbst- und Naturerfahrung“, erläutert Pfarrer Michael Böttcher aus Dreihausen und Beauftragter für Schöpfungsverantwortung, Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Klimagerechtigkeit in der EKKW. „Im Boden graben, damit was in die Höhe wächst: Wir tun was für die Zukunft“, ist er überzeugt. Gottes Schöpfung erleben, gemeinsam arbeiten und gemeinsam Pausen genießen – dies sei beim Pflanztag gelungen, resümiert Böttcher, der die Aktion gemeinsam mit Gemeindepädagoge Hannes Ryder, Pfarrerin Alwine Schulze und Mitarbeitern von Hessen Forst begleitete.
Neuen Mischwald schaffen
Der Landesbetrieb hatte die zu bepflanzende Fläche in der Nähe von Roßberg sowie die Setzlinge organisiert. Förster Florian Zilm (Forstamt Kirchhain, Regionalleitung Waldpädagogik) erklärte den Konfis das Ziel der Aktion: „Wir schaffen hier eine neue Waldfläche mit vielen verschiedenen Baumarten für einen Mischwald.“ Zum Bestand aus Linden, Eschen und Kirschen gesellen sich nun Lärchen, Eichen und Bergahorne dazu.
Die rund 250 Setzlinge wurden mitfinanziert durch eine Kollekte von 470 Euro, die beim zentralen Gottesdienst zum ökumenischen Schöpfungstag der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Hessen-Rheinhessen auf dem Christenberg in Münchhausen gesammelt wurde. „Lass jubeln alle Bäume des Waldes“ – unter diesem Psalm stand der Gottesdienst, erinnert ACK-Geschäftsführer Pastor Lothar Peitz: „Ein schönes Bild: Bäume, die auf ihre ganz eigene Weise ‚jubeln‘ – indem sie wachsen, leben und Teil von Gottes Schöpfung sind.“ Er griff selbst zur Schaufel, um die EKKW-Aktion zu unterstützen.
Die Mädchen und Jungen waren mit Spaß bei der Sache. „Krass, dass man so etwas Kleines in die Erde setzen kann und daraus in 100 Jahren ein Riesenbaum werden kann“, staunte Mathis aus Heskem. Nach getaner Arbeit klang der Pflanztag am Jugendwaldheim mit einem gemütlichen Essen aus. Die Konfirmanden haben viele Eindrücke und das gute Gefühl, einen Beitrag zum Klimaschutz geleistet zu haben, mit nach Hause genommen. Konfirmandin Emma aus Lohra brachte den Sinn der Pflanzaktion auf den Punkt: „Das war für unsere Zukunft.“