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Impf-Halle wird aufgebaut

Mit Hochdruck wurde der Aufbau des Corona-Impfzentrums auf dem Marburger Messegelände vorangetrieben. Bald ist es auch einsatzbereit.
08. Dezember 2020, 13:00 Uhr
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Landrätin Kirsten Fründt und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer (l.) besprechen mit Andreas Kleine (r.) von der Messebaufirma die weiteren Schritte. Foto: Landkreis

Die 3.200 Quadratmeter große Halle wird spätestens am Freitag, 11. Dezember, einsatzbereit sein. Landkreis und Messebaufirma sind zuversichtlich, dass dieser Termin gehalten werden kann.

Die Aufteilung

In der 40 mal 80 Meter großen Messehalle wird es einen Wartebereich geben, einen Bereich, in dem sich die zu impfenden Personen informieren können, sowie eine Registratur mit zehn Arbeitsplätzen.

Dann kommt der Bereich, in dem die ärztliche Beratung stattfindet. 16 Impfkabinen werden zur Verfügung stehen. In einem weiteren Wartebereich können sich die geimpften Personen dann noch kurz aufhalten, falls akute Reaktionen auftreten. Aufteilung und Abläufe werden so organisiert, dass sich Personen, die noch nicht geimpft sind, und Personen, die schon eine Impfung erhalten haben, nicht begegnen.

Das Impfzentrum wird so organisiert, dass bis zu 1.000 Personen pro Tag geimpft werden können. Nach einer Vorgabe des Landes soll das Impfzentrum zunächst 250 Tage betrieben werden, sieben Tage die Woche, von 7 bis 22 Uhr.

Das Land Hessen geht von einer Impfquote von mindestens 60 Prozent der Bevölkerung aus. Für den Landkreis bedeutet dies, Impfungen für mindestens 147.000 Personen zu organisieren, die zweimal innerhalb von drei Wochen geimpft werden müssen. Welcher Personenkreis wann geimpft wird, legt das Land fest, das auch die Einladung der zu impfenden Personen organisiert.

Probelauf geplant

»Das ist eine große logistische Herausforderung«, sagt Landrätin Kirsten Fründt beim Besichtigen der Aufbauarbeiten. Die Akquise von medizinischem Fachpersonal läuft weiterhin auf Hochtouren. »Wir führen auch Gespräche mit Dienstleistern, die den Betrieb des Impfzentrums unter der Regie des Gesundheitsamtes übernehmen können«, sagt Fründt.

Neben dem Impfzentrum wird es auch mobile Impfteams für Personen geben, die das Impfzentrum nicht aufsuchen können.

»Wir wissen derzeit noch nicht, wann das Impfzentrum in Betrieb gehen wird. Das hängt von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab«, erklärten Landrätin Fründt und der für den Katastrophenschutz zuständige Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.

Organisation und logistische Begleitung des Aufbaus liegt in den Händen des Katastrophenschutzes. Geplant sei auch, dass es nach der Fertigstellung einen Probelauf geben solle, um die Abläufe überprüfen zu können.

Der Standort auf dem Messegelände sei optimal. »Es liegt zentral im Kreis und ist gut erreichbar, wir haben dort ausreichend Platz für Personen und Autos«, sagt die Landrätin. Für 250 Tage eine Sporthalle oder ein Dorfgemeinschaftshaus zu blockieren, sei keine Alternative gewesen. »Wir haben uns dann in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Marburg auf das Messegelände verständigt«, berichtet Fründt. Mit der Messe Marburg Veranstaltungs-GmbH sei auch ein geeigneter Partner für den Aufbau gefunden worden.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/smlokales/impf-halle-wird-aufgebaut;art2773,715773

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