03. Juni 2026, 13:00 Uhr

Marburg

Hoffmeister steht für ausdrucksstarke Bildgestaltung

Florian Hoffmeister ist der Preisträger des diesjährigen Marburger Kamerapreises, der nun in feierlichem Rahmen übergeben wurde.
03. Juni 2026, 13:00 Uhr
Die Philipps-Universität Marburg und die Universitätsstadt Marburg haben den von Prof. Dr. Malte Hagener, Dr. Martin Jehle und dem Fachdienst Kultur geleiteten und organisierten Marburger Kamerapreis zum 25. Mal vergeben. Foto: Georg Kronenberg

Der gebürtige Braunschweiger Florian Hoffmeister nahm die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Universitätspräsident Prof. Dr. Thomas Nauss im Cineplex Marburg entgegen. „Kino bringt Menschen zusammen und verbindet sie durch die Erfahrungen, Gedanken und Emotionen, die sie beim Schauen der Filme gemeinsam durchleben. Solche besonderen Momente hat auch unser diesjähriger Preisträger Florian Hoffmeister geschaffen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Bewegung – sowohl der Figuren als auch der Kamera – sei eines der zentralen Merkmale von Hoffmeister, um die Geschichten in Szene zu setzen.

Hintergrund sichtbar machen

Für Prof. Dr. Thomas Nauss, Präsident der Philipps-Universität Marburg, ist das Kino vor allem der Ort, an dem das gemeinsame Erleben von Filmen ohne Ablenkungen am besten gelinge. Während der Preisverleihung betonte er: „Der Marburger Kamerapreis macht seit 25 Jahren sichtbar, was allzu oft im Hintergrund bleibt: die kreative und künstlerische Kraft der Bildgestaltung als zentrales Element des Films. Der Preis honoriert die klare und unaufgeregte Kameraführung von Florian Hoffmeister ebenso wie seine ausdrucksstarke Bildgestaltung und das nuancierte Zusammenspiel von Licht, Farbe und Dunkelheit“, sagt Nauss.

Hoch geschätzter Künstler

Die Laudatio auf den Preisträger hielt Filmwissenschaftler und Kulturmanager Urs Spörri, ergänzt von einer Videobotschaft der Schauspielerin Jodie Foster und der Regisseurin Issa López. „Florian Hoffmeister will, dass die Kamera hinter dem Film verschwindet. Er denkt wie ein Regisseur und gestaltet Bilder ganz aus der inneren Wirkung einer Szene heraus – genau deshalb wird er von den Stars des Weltkinos so hoch geschätzt“, berichtet Urs Spörri.

Florian Hoffmeister bedankte sich für die Auszeichnung und den herzlichen Empfang: „Es ist mir eine große Ehre, diese Auszeichnung entgegenzunehmen. Diese Form der Auseinandersetzung mit der Bildgestaltung, also damit, wie ein Bild geschaffen wird, ist weltweit einzigartig. Und das, obwohl wir in einer Zeit leben, in der Inhalte vor allem durch Bilder bestimmt werden, beispielsweise über Social Media. Daher bin ich sehr dankbar dafür, ein Teil dieser Veranstaltungen sein zu dürfen.“ Während seines Besuches in Marburg trug sich Florian Hoffmeister auch in das Goldene Buch der Universitätsstadt ein.

Oscar-Nominierung

Für den Spielfilm TÁR (2022, Regie: Todd Field) mit Cate Blanchett in der Hauptrolle wurde der 56-jährige Florian Hoffmeister für seine Bildgestaltung erstmals für einen Oscar nominiert. Zuletzt gab es von ihm die Komödie „Die Rosenschlacht“ (2025, Regie: Jay Roach) mit Olivia Colman und Benedict Cumberbatch in den Kinos zu sehen.

Auch in diesem Jahr wurde die Verleihung von den Bild-Kunst-Kameragesprächen begleitet. Musikalisch umrahmt wurde die Verleihung von der Studierenden BigBand Marburg.

0
Kommentare | Kommentieren

Mehr zum Thema