09. August 2022, 13:00 Uhr

Gießen

Grünes Licht für 254 Kilometer lange Route

Grünes Trikot, gelber Helm - Wenn die Tour der Hoffnung mit 150 Teilnehmenden drei Tage durch Hessen radelt, werden wieder Spenden für krebskranke Kinder eingesammelt.
09. August 2022, 13:00 Uhr
Am Donnerstag startet die Tour der Hoffnung zu ihrer dreitägigen Benefizfahrt. Den Auftakt bildet der Prolog durch den Landkreis Gießen. Foto: Wolfgang Bendlin

Die ehrenamtlich Aktiven haben keine einfache Zeit hinter sich. Nach zwei pandemiebedingt eingeschränkten Touren und dem plötzlichen Tod des langjährigen prägenden Organisators Gerhard Becker richtet sich der Blick mit neuer Vereinsstruktur in Richtung Zukunft. Was nur wenige wissen: Jede Tour der Hoffnung wird mehrere Monate zuvor vom Regierungspräsidium Gießen als genehmigender Behörde begleitet - vom Start bis zur Ziellinie.

Regierungspräsidium genehmigt Streckenverlauf der Tour der Hoffnung

Hunderte Kilometer fährt der Tross im Verband auf öffentlichen Straßen, quert Kreuzungen mit roten Ampeln, eskortiert von Polizeimotorrädern. »Dürfen die das?«, könnte man sich fragen. Sie dürfen dank der akribischen Vorarbeit der Tour-Veranstalter und des Regierungspräsidiums. Inklusive Prolog am 11. August rund um Gießen legen die Radlerinnen und Radler laut Planung 254 Kilometer zurück, immer wieder unterbrochen von kurzen Stopps mit Spendenübergaben.

Entworfen werden die Strecken im engsten Kreis der Tour-Organisatoren. Drei Monate vor der Tour wird der Antrag für eine Erlaubnis gestellt, die Veranstaltung durchführen zu können. Die Zuständigkeit für die Genehmigung einer Veranstaltung richtet sich nach dem Ort, an dem die Veranstaltung startet. Sind außerdem mehrere Landkreise von der Veranstaltung betroffen, ist das Regierungspräsidium als Mittelbehörde für die Genehmigung zuständig. Dem Antrag müssen dabei umfangreiche Anlagen wie Streckenbeschreibungen und -pläne beigefügt werden.

Als zuständiger Sachbearbeiter prüft Präsidiumsmitarbeiter Tim Halsch in Abstimmung mit den betroffenen Behörden, ob die Straßen für die Tour der Hoffnung benutzbar sind und unter welchen Auflagen und Bedingungen die Veranstaltung durchgeführt werden kann. Stellt sich heraus, dass eine Streckenverbindung ungeeignet ist, wird in Rücksprache mit Karsten Koch als neuem Strecken-Organisator der Tour der Hoffnung und den betroffenen Behörden eine Ausweichroute gesucht.

Prolog durch den Landkreis

Am Ende des Verfahrens wird vom Regierungspräsidium eine Gesamterlaubnis für die Durchführung der Veranstaltung erteilt. Diese Genehmigung regelt den Ablauf und sorgt mit Auflagen für die Sicherheit der Tourteilnehmerinnen und -teilnehmer und des übrigen Straßenverkehrs.

Der diesjährige Prolog startet am Donnerstag, 11. August, und führt 61 Kilometer durch den Landkreis Gießen. An den darauffolgenden Tagen stehen zwei gleich lange Etappen an. Die Tour startet in Frankfurt und endet in Pfungstadt. Am 13. August führt sie von Bad Hersfeld nach Fulda.

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