Zum runden Geburtstag hätten es dann auch noch 30 Schläge mehr sein können. Mit zehn Schlägen beim obligatorischen Fassbieranstich eröffnete Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher das 40. Gießner Stadtfest.
80er-Motto zum 40. Geburtstag
Drei Tage lang wurde in der Stadt gefeiert. 40 Bands standen auf den Bühnen. Das Stadtfest stand unter dem Motto „Zurück in die Achtziger“. Gießen Marketing setzte dabei auf ein umfangreiches 80er-Jahre-Programm mit Retro-Musik, Breakdance, Aerobic und einer „Wetten, dass ...?“-Außenwette zugunsten der Gießener Tafel.
Die hohen Temperaturen von über 35 Grad prägten alle drei Tage. Für Familien gab es unter anderem den Mitmachzirkus von Clown Ichmael, eine 80er-Jahre-Mini-Kirmes in der Kaplansgasse und das Tinko-Theater mit „Hans im Glück“. Wegen der großen Hitze waren die Veranstaltungen tagsüber teilweise weniger besucht.
Zehntausende in der City
Am Abend füllte sich die Gießener Innenstadt jedoch deutlich, insgesamt gehen die Veranstalter von Zehntausenden aus. Veranstalter und Polizei zeigten sich zufrieden. Besondere Zwischenfälle gab es nicht. Besonders hervorgehoben wurde die große Beteiligung regionaler Bands, Gruppen und Sponsoren.
Musikalischer Höhepunkt des 40. Gießener Stadtfestes war der 15. Geburtstag der Unplugged-Coverband Sophisticated Butcher Fingers. Die vier Musiker feierten ihr Jubiläum auf dem Landgraf-Philipp-Platz mit 13 musikalischen Gästen und eigenen Akustikversionen bekannter Songs. Das Publikum dankte mit viel Applaus. 40 Bands sorgten zum 40. Stadtfest an drei Tagen für Musik auf den vier offiziellen Innenstadtbühnen. Ergänzt wurde das Programm durch das Laugana-Festival am Lahnufer und den „Selterstor Garten“ von Deniz Günther mit Livemusik, DJs und Familienangeboten.
Auf dem Rathausvorplatz sorgte das Fest der Kulturen für internationales Flair. Hier gab es nicht nur exotische Tänze, sondern auch internationale Speisen. Der Erlös aus dem Essensverkauf geht zu 100 Prozent an die Hilfsorganisation Die Brücke.
Zu den weiteren Höhepunkten gehörten Karaoke Till Death, bei dem rund 20 Teilnehmende ihre Lieblingssongs sangen und die Warteliste ebenso lang war, sowie die Münchner Brassband Moop Mama, die Hip-Hop, Rap und Blasmusik verband. Auf den anderen Bühnen begeisterten unter anderem Super Phonix, Soliloquy, OhLala, Chris Sharp Soundsystem feat. High Spirits und die Gießener Band Lebendig, die das Stadtfest musikalisch ausklingen ließ.
Drachenboot-Cup eine feste Größe
Einen festen Platz im Programm des Gießener Stadtfests hat mittlerweile auch der Drachenboot-Cup. Die 21. Auflage des Cups, der dieses Mal im Zeichen des 120-jährigen Bestehens des Gießener Ruderclubs Hassia 1906 stand, bot 36 Sprintrennen um den Pokal der Sparkasse Gießen über 200 Meter. Zudem gab es in Erstauflage auch vier Langstreckenrennen über 680 Meter. 648 Teilnehmende kamen hierbei zusammen. Zahlreiche Interessierte verfolgten trotz der Hitzegrade die Rennen entlang der Lahn und sorgten für eine tolle Atmosphäre.
46ers-Basketballer stellten Team vor
Ein weiteres Highlight war auf dem Kirchenplatz die Vorstellung des neuen Teams der Gießen 46ers, die in der 2. Basketballliga beheimatet sind. „Fünf Jahre Unterhaus sind für einen Traditionsstandort wie Gießen auch irgendwann einmal genug“, sagte 46ers-Cheftrainer Branislav Ignjatovic. Derartige Bekundungen von Aufstiegswünschen sorgten selbstverständlich für viel Applaus aus dem Publikum.