29. Juni 2026, 20:30 Uhr

Cölbe

„Gelbe Schleife“ für Cölbe als Zeichen der Solidarität

Als sichtbares Zeichen der Solidarität mit den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr und ihren Angehörigen wurde am Rathaus der Gemeinde Cölbe offiziell die „Gelbe Schleife“ übergeben.
29. Juni 2026, 20:30 Uhr
Oberst Andreas Döring (l.) und Hauptmann Martin Würz (r.) überreichen die „Gelbe Schleife“ an Bürgermeister Dr. Jens Ried (2.v.r.) und Dr. Dr. Dominikus Herzberg (Vorsitzender der Gemeindevertretung). Foto: Hauer/Gemeinde Cölbe

Basis hierfür ist ein Beschluss der Gemeindevertretung aus dem vergangenen Jahr. Cölbe setzt damit ein klares, dauerhaftes Signal für den gesellschaftlichen Rückhalt der Streitkräfte und ihrer Familien.

Aufgaben wieder bewusst machen

„Die Bundeswehr ist keine Fremdenlegion. Die Menschen in Uniform sind unsere Nachbarn und Freunde, Familienmitglieder und Vereinskameraden, unsere Bekannten und Mitbürger“, betont Bürgermeister Dr. Jens Ried im Rahmen der feierlichen Übergabe. Es sei an der Zeit, eine positive Haltung der Bundeswehr gegenüber zu entwickeln und die Aufgaben der Bundeswehr wieder ins Bewusstsein zu rufen.

Die Übergabe erfolgte durch eine Abordnung der Bundeswehr mit Oberst Andreas Döring und Hauptmann Martin Würz als Vorsitzendem des „Fördervereins Stab Division Schnelle Kräfte“. An der Übergabe nahmen neben Dr. Dr. Dominikus Herzberg (Vorsitzender der Gemeindevertretung) auch Vertreter der Fraktionen und des Gemeindevorstands teil sowie Bürgelns Ortsvorsteher Sebastian Reichel. Die „Gelbe Schleife“ wird künftig gut sichtbar am Haupteingang des Rathauses hängen. Zudem finden weitere Schleifen an Liegenschaften – etwa den Gemeinschaftshäusern der Ortsteile – ihren festen Platz. Sie dient als Einladung, beim Vorbeikommen einen Moment innezuhalten und an diejenigen zu denken, die für die Sicherheit der Bundesrepublik und der Bevölkerung einstehen. Insgesamt werden acht „Gelbe Schleifen“ an Cölbe überreicht.

Durch die regionale Einbettung wird auch die Nähe und Verbundenheit zum Bundeswehrstandort Stadtallendorf gestärkt, der für die Infrastruktur, als Arbeitgeber und für den Wirtschaftsstandort Marburg-Biedenkopf von wesentlicher Bedeutung ist. Oberst Andreas Döring stellte vor Ort die Einsatzbereitschaft der „Division Schnelle Kräfte“ vor und welche Gefahren auf die Soldatinnen und Soldaten dabei zukommen könnten. Er wies mit der „Gelben Schleife“ darauf hin, dass diese auch ein Symbol des „Nicht-Vergessens“ sei, um an die Menschen und Angehörigen im Dienst zu denken.

Förderverein hilft unbürokratisch

Hauptmann Martin Würz berichtete zudem von den Aufgaben des „Fördervereins Stab Schnelle Kräfte“. Dieser wurde 2012 gegründet und unterstützt Soldatinnen und Soldaten sowie deren Angehörige schnell und unbürokratisch bei unverschuldeten Notlagen. Die Hilfe kann durch finanzielle Unterstützung erfolgen sowie durch Betreuung, aber auch Gedenken an gefallene Soldatinnen und Soldaten.

Die „Gelbe Schleife“ ist ein international bekanntes und anerkanntes Zeichen, um den Angehörigen der Streitkräfte und ihren Familien Solidarität und Verbundenheit zu bekunden. Sie hält auch das Bewusstsein der Öffentlichkeit dafür wach, dass die Aufträge der Bundeswehr die Bereitschaft einschließen, die damit verbundenen Risiken einzugehen und dafür mit dem eigenen Leben einzustehen.

„Die Gelbe Schleife stärkt die Aufmerksamkeit dafür, dass nicht nur die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, sondern auch diejenigen, die aus Einsätzen zurückkehren sowie die Veteranen und jeweils auch deren Familien Anerkennung und Rückhalt durch die Gesellschaft verdienen und brauchen“, resümiert Bürgermeister Dr. Ried. „Wir können uns auf die Bundeswehr als wesentlichen Anker unserer Sicherheit verlassen. Es ist wichtig zu zeigen, dass sich die Soldatinnen und Soldaten auch auf uns verlassen können.“

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