Die Schule besuchen inzwischen 133 Kinder aus verschiedenen Stämmen gemeinsam – sie lernen auch einen friedlichen Umgang miteinander. Neben dem Fortbildungsangebot für Lehrkräfte gibt es unter anderem eine Bauerngenossenschaft, die Familienvätern hilft, ein sicheres Einkommen zu erlangen. Der nächste Entwicklungsschritt ist der Bau einer Schulklinik, um der prekären medizinischen Versorgung vor Ort zu begegnen.
Friedliches Leben üben
Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage in Nigeria ist aufgrund von Anschlägen und Entführungen angespannt. Die Menschen haben Angst vor Terror und Gewalt. Die Baobab-Initiative setzt einen hoffnungsvollen Gegenakzent. Kinder und Eltern üben ein, wie man friedlich zusammenlebt. Menschen blühen auf und bekommen Chancen, ihre von Armut geprägten Lebensumstände zu ändern.
GAiN möchte die ganzheitlichen Entwicklungen bei Baobab weiter fördern. Als nächster Schritt ist der Bau einer Klinik geplant, um die medizinische Versorgung zu verbessern. Die Klinik soll vorrangig den Schülern, ihren Familien und den Bewohnern der näheren Umgebung dienen und in Zusammenarbeit mit Ärzten aus Abuja betrieben werden. Krankheiten wie beispielsweise Malaria dürfen keine Ursache mehr dafür sein, dass Kinder sterben müssen.
Bisher nutzen die Einwohner die naheliegenden Dorfapotheken, weil sie kein Geld haben, um das Taxi zur Klinik in der 15 Kilometer entfernten Stadt zu zahlen, geschweige denn die Behandlungskosten dort. Fundierte Diagnosen, passende Medikamente und Behandlungen bei ausgebildeten Ärzten werden helfen, dass weniger Kinder an behandelbaren Krankheiten sterben müssen. Die Klinik im Baobab Valley wird mehr als Erste Hilfe bieten und ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Infrastruktur sein.
Die ersten Schritte dafür sind getan – Baupläne wurden erstellt und Angebote eingeholt. GAiN will beim Bau der Klinik helfen und sucht dafür Menschen, die bereit sind, GAiN zu unterstützen, die erforderlichen Gelder von 75.000 Euro dafür aufzubringen. Projektleiter Simon Hainbach sagt: „Bei meinen Besuchen in Nigeria beeindruckt mich die spürbare Lebensfreude in der Baobab-Schule. Es braucht Organisationen, die unterstreichen, dass Frieden, Verständigung und Stabilität auch ohne Waffen und Macheten erreicht werden können. Bitte helfen Sie mit, dass noch mehr Kinder gesund bleiben und aufblühen können.“
Die humanitäre Hilfsorganisation GAiN mit Sitz in Gießen leistet Katastrophenhilfe, langfristige Nothilfe und Hilfe zur Selbsthilfe und trägt dazu bei, dass die Ärmsten und Benachteiligten der Welt, die sich nicht selbst helfen können, eine neue Perspektive für ihr Leben und Hoffnung für ihre Zukunft gewinnen.