03. Juli 2026, 13:00 Uhr

Kirchhain

Feuerwehr verteidigt Titel auf Bezirksebene

Der Vorjahressieger hat sich erneut den Siegerpokal geschnappt: Das Team der Freiwilligen Feuerwehr Ebsdorfergrund-Dreihausen hat den Bezirksentscheid der Feuerwehrleistungsübungen gewonnen. Auf Platz zwei kam das Team aus Marburg-Cappel und auf Platz drei Brechen-Werschau (Landkreis Limburg-Weilburg).
03. Juli 2026, 13:00 Uhr
Matthias Zeidler-Cekin (Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Marburg-Biedenkopf), Kirchhains Bürgermeister Olaf Hausmann, Landrat Jens Womelsdorf, Dr. Sven Holland (v.l.) sowie Claudia Coburger-Becker (r.) gratulierten gemeinsam mit den Bürgermeistern Frank Groos (Brechen) und Hanno Kern (Ebsdorfergrund) den drei erfolgreichsten Mannschaften. Foto: Sabrina Panz/RP

„Ich wünsche euch schon mal viel Erfolg für den Landesentscheid“, sagte Branddirektor Dr. Sven Holland vom Regierungspräsidium Gießen (RP), das den Wettbewerb mit tatkräftiger Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhain und den Schiedsrichtern aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Gießen veranstaltete. Auf den Plätzen vier bis sieben landeten Kirchhain-Stausebach, Reiskirchen-Ettingshausen, Gießen-Mitte (beide Landkreis Gießen) und Grebenhain-Nösberts-Weidmoos (Vogelsbergkreis).

Wichtige Übung

„Macht weiter so und motiviert andere, damit sie Gefallen finden an den Feuerwehrleistungsübungen.“ Diese Worte gab Dr. Sven Holland allen Mannschaften mit auf den Weg. Ja, das sei eine Zusatzaufgabe, aber eine gute und wichtige Übung. Auch RP-Abteilungsleiterin Claudia Coburger-Becker zollte den Teams Respekt. „Sie verbringen schon viel Freizeit bei der Feuerwehr und investieren darüber hinaus viel Zeit in diesen Wettkampf. Sie haben alle eine gute Leistung gezeigt. Das Ergebnis ist denkbar knapp“, sagte Coburger-Becker. Die Pokale für die drei besten Teams hatten das Regierungspräsidium Gießen, der Kreisfeuerwehrverband Marburg-Biedenkopf und der Bürgermeister der Stadt Kirchhain, Olaf Hausmann, gestiftet.

Bevor die Platzierungen verkündet wurden, hatten die sieben Mannschaften ihr Können nicht nur in der Praxis, sondern auch in der Theorie gezeigt. Im theoretischen Teil galt es, in zehn Minuten 15 Fachfragen aus allen Gebieten der Feuerwehr zu beantworten. Zum Beispiel: Welche Feuerwehrdienstvorschrift regelt unter anderem die Vorgehensweise bei Gefahren durch Kampfstoffe? Oder: Welcher Sicherheitsabstand ist zu spannungsführenden Anlagen bis 1.000 Volt mindestens einzuhalten?

Unfallszenario mit Gefahrenstoff

Im praktischen Teil traten die Einsatzkräfte als sechsköpfige Staffel oder als neunköpfige Gruppe an. Angenommen wurde, dass es im Lagerbereich eines Industrieunternehmens beim Verladen von Gefahrstoffen zu einem Unfall mit einem Gabelstapler gekommen ist. Dabei trat Gefahrstoff aus, der ätzend und brennbar, aber mit Wasser löschbar ist, so die Info für die Einsatzkräfte.

Der Gabelstaplerfahrer lag bewusstlos am Boden. Kurz darauf begann es zu brennen – all das geschah natürlich nicht in Wirklichkeit. Die Feuerwehren mussten innerhalb weniger Minuten zunächst das Feuer löschen, eine Gasflasche kühlen – beides dargestellt durch Fallklappen – und dann die Person – eine Übungspuppe – retten und dekontaminieren. Im Anschluss mussten noch Knoten und Stiche gebunden werden. Die Schiedsrichter schauten dabei genau, ob alle Handgriffe sitzen, hörten, ob die Funksprüche korrekt sind und stoppten die Zeit. Nach jeder Übung gab es ein Feedback für die Feuerwehren.

0
Kommentare | Kommentieren