25. Februar 2026, 13:00 Uhr

Gießen

Fastnachtsumzug zieht die Massen an

Zehntausende waren bei Temperaturen um den Gefrierpunkt beim fulminanten Fastnachtszug durch Gießen mit dabei.
25. Februar 2026, 13:00 Uhr
Die Krofdorfer Fastnachtsfreunde und ihr Wikingerschiff sorgten für nordisches Flair. Foto: Berger

1.666 Zugteilnehmer auf 77 Nummern verteilt sorgten für beste Stimmung in der Gießener Innenstadt.

Prinz André II. heizte – hoch oben auf dem Kutschbock stehend – die Menge an, während Prinzessin Sabrina III. an seiner Seite samt Hofstaat eifrig Kamelle, Waffeln und viele Süßigkeiten mehr unters Narrenvolk verteilte.

Organisiert von der Gießener Fassenachts-Vereinigung (GFV), schlängelte sich der über 3,2 Kilometer lange Zug durch Wiesenstraße sowie Ost- und Südanlage bis zum Schlammbeiser am Kirchenplatz. Angeführt wurde er von der markanten GFV-Lokomotive mit Zugmarschall Björn Lammek. Vier Einsatzfahrzeuge von Polizei und Stadtpolizei bahnten dem närrischen Tross den Weg.

Für zusätzliche Sicherheit sorgten 45 Feuerwehrkräfte entlang der Strecke. Die Brandschützer – darunter auch Aktive aus Allendorf – nutzten die Wartezeit zwischendurch sogar für kleine Tanzeinlagen und bewiesen damit Humor und gute Laune.

Putin-Drohne und Co.

Die Politik bekam bei dem Umzug ihr närrisches Fett weg: Ein Motivwagen mit Friedrich Merz zog, begleitet von surrenden Drohnen und einer augenzwinkernden „Putin-Drohne“, die Blicke auf sich. Tanzgarden und Showgruppen begeisterten ebenso wie die Purik-Tanzformation mit ihrem traditionellen Volkstanz aus Ladakh in Indien. Für spektakuläre Momente sorgten außerdem die Flugeinlagen der Tattletales. Musikalisch war der Zug bestens aufgestellt: Die Hansa-Musiker direkt hinter der Lok sowie der Spielmannszug Allendorf/Lda. brachten die Menge in Schwung.

Kamelle in Form von Bonbons, Schokoriegeln, Popcorn und Gummibärchen regneten auf die Kinder herab, während die Erwachsenen sich über Blumen, Waffeln, Taschentücher und stärkende „Klopfer“ freuen durften. Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher und der Magistrat ließen es sogar Blumen regnen. Zahlreiche Vereine aus Stadt und Region bereicherten das bunte Spektakel, darunter die 50er, der Gießener Tanzclub, die Faschingsfreunde Gießen, die Narren aus Rödgen, die Krofdorfer Fastnachtsfreunde mit Wikingerschiff und Bären sowie der KVH Großen-Linden mit Senatswagen und fünf Fußgruppen. Auch Gruppen wie die Stallburschen aus der Wetterau, SKG Rodheim, Magic Stars Heuchelheim, KCN 1907 Niederwalgern, TV Mainzlar, der Festausschuss Marburger Karneval, CCR Ruttershausen, KFC Buseck, HCV Heuchelheim, CV 1956 Mollys Watzeborn-Steinberg, Burkhardsfeldener Karneval Freunde, CV Lollar, CVA Alten Buseck und KV Großen Buseck trugen zur ausgelassenen Stimmung bei.

Den traditionellen Schlusspunkt setzte die GFV selbst mit elf eigenen Wagen – vom Präsidenten-, Senats- und Elferratswagen über Kadettchen und Juniorentanzgarde bis hin zu InTakt und Voice-Seccos. Die wiederbelebten Möhnen sorgten als Fußgruppe schließlich für den närrischen „Schrecken“ zum Abschluss eines rundum glanzvollen Fastnachtstages. Von den Narren bedankt wurde sich bei vielen Wagen bei Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr.   

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