18. Juli 2021, 13:00 Uhr

Marburg

Fachkräfte anwerben mit Imagekampagne

Ländliche Freiheit, Idylle pur und Innovationen, die die Welt verändern: Der Landkreis und Stadt Marburg verbinden nach eigener Ansicht Leben und Arbeiten auf besondere Weise.
18. Juli 2021, 13:00 Uhr
Leben und Arbeiten in der Region: Der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Marburg haben eine Imagekampagne gestartet. Foto: Lichtwerk

So werde nach Emil von Behring einmal mehr von Marburg aus ein wichtiger Beitrag für die Gesundheit der Menschen weltweit geleistet: Biontech stelle seinen Corona-Impfstoff in der Universitätsstadt her. Das zeigen Stadt und Landkreis nun in einer bundesweiten Imagekampagne, in der Biontech, Behring und Schafe eine wichtige Rolle spielen.

»Wir haben einiges zu bieten«

»Leben im Grünen, vielfältige Kulturangebote, hervorragende Studien- und Ausbildungsbedingungen, ausgezeichnete Arbeitsplätze bei unzähligen kleinen und mittelständischen Unternehmen und Weltmarktführern: Die Stadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf haben einiges zu bieten«, sagt Landrätin Kirsten Fründt.

»Das wissen auch innovative und bedeutende Firmen wie Biontech zu schätzen. Am Pharmastandort, den Emil von Behring begründet hat, wird so einmal mehr ein Impfstoff entwickelt, der Menschenleben weltweit rettet«, betont Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies.

»Mit Urbanität und Nähe zur Natur, mit guten Forschungs- und Entwicklungsstandorten und viel Innovation bieten wir hier den Unternehmen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Deutschland und der ganzen Welt einzigartige Bedingungen für Familie, Freizeit und Beruf. Wir sind eigentlich wie Berlin oder München - nur, dass bei uns mehr Schafe leben«, so Kreisbeigeordneter Marian Zachow.

Hervorragend aufgestellt für Gesundheit

Dies wollen Stadt und Kreis nun international zeigen - und starteten Mitte Juli online mit einer Imagekampagne, die insbesondere Fachkräfte für die Region begeistern soll. Los geht es mit einer Videopremiere. Der erste Clip der Kampagne zeige, dass Stadt und Kreis im Gesundheitssektor, in Forschung und Entwicklung hervorragend aufgestellt seien. Der Clip ist abrufbar unter www.marburg-biedenkopf.de innovation.

»Die Behringwerke sind traditionsreich und bieten für innovative Pharmaunternehmen und Start-ups sehr gute Bedingungen zum Arbeiten und Entwickeln«, erklärt Spies. »Unser Landkreis hat bundesweit die meisten Beschäftigten im Gesundheitssektor. Viele Kliniken und Medizinunternehmen sind hier verankert«, fügte die Landrätin hinzu. Die Philipps-Universität Marburg bilde dabei eine wichtige Kooperationsbrücke zur Medizinbranche.

Unterstützt wird der Auftakt der Imagekampagne von der Wirtschaftsförderung »Hessen Trade & Invest«. Geschäftsführer Dr. Rainer Waldschmidt sieht in der prominenten Positionierung des Pharmastandorts in Marburg eine Stärkung der gesamten Region: »Wir fördern sehr gerne eine Kampagne, die nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch darüber hinaus zeigt, wie bedeutend die Stadt Marburg, der Landkreis Marburg-Biedenkopf und Mittelhessen sind - nicht nur für eine nachhaltig erfolgreiche Wirtschaft in der Region, sondern vor allem auch für die Gesundheit der Menschen weltweit.«

Auf den Auftaktfilm folgen noch weitere Clips, die in Deutschland und international ausgespielt werden sollen. Sie zeigen - ebenfalls mit einer Portion Humor und Schafen - mehr zu Mobilität, Arbeit, Bildung, Wohnen und Leben in der Region. Zur Kampagne gehört auch eine Internetseite, die externe Fachkräfte über diese Aspekte informiert. Außerdem sollen gezielte Werbeaktionen in verschiedenen deutschen Städten und Regionen folgen, via Social-Media-Kampagnen, Buswerbung, Kinowerbung und Plakaten.

Studie als Hintergrund

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hatte die Realität und Wahrnehmung der Region untersuchen lassen. Das übernahm Professor Thomas Brenner, Geograf an der Philipps-Universität Marburg, mit der Arbeitsgruppe Wirtschaftsgeografie und Standortforschung. Sein Fazit: Die Region stehe sehr gut da, habe viele Arbeitsplätze zu bieten - insbesondere für Fachkräfte in Industrie und Handwerk -, aber die Menschen wissen es nicht.

Befragungen im Landkreis und ganz Deutschland hatten gezeigt, dass die Region daher ein stärkeres Image prägen müsse. Denn die Eigenschaften der Region wurden sehr positiv bewertet. Die Zufriedenheit der Bewohner und Bewohnerinnen beispielsweise mit dem Kultur- und Freizeitangebot sei in Marburg so hoch wie sonst nur in Großstädten und im Landkreis so hoch wie sonst in mittelgroßen Städten, habe die Studie ergeben.

Die Studierenden in Marburg haben allerdings kaum Kenntnis von den Eigenschaften der Region außerhalb der Stadt, und die meisten wollen die Region nach dem Studium verlassen. So sei es wichtig, die Kommunikation zu verbessern und die hohe Qualität der Region zu vermarkten. Die Kampagne ist ein erster Schritt.

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