22. August 2026, 13:00 Uhr

Gießen

Erste Rückmeldungen zu Stadtmöbeln

In Gießen fand zunächst ein Clean-up-Walk statt, bevor bei einem Feedback-Café über die neuen Stadtmöbel gesprochen wurde.
22. August 2026, 13:00 Uhr
Das Feedback-Café ermöglichte Besuchern und Besucherinnen einen Einblick in unterschiedliche Sichtweisen aus dem Quartier. Foto: Stadt Gießen

Die Stadt Gießen hatte im Rahmen des Projekts „Straßen neu entdecken“ zu einem Clean-up-Walk mit anschließendem Feedback-Café in das Steinstraßenquartier eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam das Quartier in den Blick zu nehmen, Müll zu sammeln und mit Anwohnenden über die temporären Stadtmöbel, Mobilitätsthemen und weitere Bedarfe ins Gespräch zu kommen.

Clean-up-Walk und Feedback-Café

Den Auftakt bildete der Clean-up-Walk, der von den Sauberkeitspaten der Stadt Gießen organisiert wurde. Neben Anwohnenden schlossen sich der Aktion auch Mitarbeitende der Stadt an. Insgesamt beteiligten sich acht Personen an dem gemeinsamen Rundgang durch das Quartier. Dabei wurde nicht nur achtlos weggeworfener Müll eingesammelt, sondern der Spaziergang bot zugleich Gelegenheit für einen direkten Austausch über die Nutzung des öffentlichen Raums.

Anschließend fand ein Feedback-Café statt, das gemeinsam vom Büro für Nahverkehr und Mobilitätsmanagement sowie der sozialen Stadterneuerung der Stadt Gießen organisiert wurde. Letztere arbeitet derzeit an der Erarbeitung des Entwicklungskonzepts für die nördliche Innenstadt, bestehend aus dem sogenannten Dönerdreieck und dem Steinstraßenquartier.

Konstruktiver Austausch

In den Gesprächen entstanden verschiedene konstruktive Anregungen, Fragen und Hinweise. Einige Anliegen konnten bereits direkt vor Ort geklärt oder gelöst werden. Zeitweise nahmen auch die Betreiber der „Weinstube“ sowie des „The Hub“ am Feedback-Café teil. Ihre Anwesenheit wurde von den Anwohnenden positiv aufgenommen und trug zu einem offenen und konstruktiven Austausch bei unterschiedlichen Sichtweisen bei.

„Das Feedback-Café hat gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch vor Ort ist. Wenn wir ansprechbar sind, können viele Fragen unmittelbar beantwortet und Missverständnisse ausgeräumt werden, bevor daraus größere Probleme entstehen. Gleichzeitig nehmen wir viele unterschiedliche Perspektiven mit und freuen uns weiterhin über jede einzelne Rückmeldung“, sagt Dorina Mazetti, Mobilitätsmanagerin und Projektverantwortliche für die Stadtmöbel bei der Stadt Gießen.

Auch weiterhin besteht die Möglichkeit, sich zu beteiligen. An der Informationsstele in der Steinstraße befindet sich ein Briefkasten für anonyme Rückmeldungen, der bereits rege genutzt wird. Feedback-Postkarten sind vor Ort verfügbar. Alternativ können Anregungen per E-Mail an mobilitaet@giessen.de gesendet werden.

Die bisher eingegangenen Postkarten waren bereits beim Feedback-Café ausgestellt und ermöglichten den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in die unterschiedlichen Sichtweisen aus dem Quartier. So lautete eine der grundsätzlich überwiegend positiven Rückmeldungen: „Richtig cool! Ich hoffe, die Aktion bleibt und weitere Stellen in der Stadt kommen noch dazu! Weiter so!“ Andere Stimmen fielen deutlich kritischer aus und brachten ihre Einschätzung mit einem knappen „Es nervt“ zum Ausdruck. Wer sich von den eingegangenen Feedback-Postkarten gerne auch einen Eindruck verschaffen möchte, kann während der gesamten Projektlaufzeit nach Terminvereinbarung über oben genannte E-Mail-Adresse im Rathaus Einsicht nehmen.

„Besonders wertvoll ist das Feedback-Café als eine von vielen Gelegenheiten, Veränderungen im öffentlichen Raum mit der Bewohnerschaft zu besprechen. Zukunftsfähige Stadtentwicklung funktioniert nur im gemeinsamen Austausch und einer Sensibilität gegenüber denen, die ihre Interessen aufgrund sprachlicher Hürden nicht vertreten können. Daher freut uns, dass wir auch Feedback-Karten in arabischer und französischer Sprache erhalten haben. Digitale Übersetzungen machen es möglich, auch diese Rückmeldungen aufzunehmen“, ergänzt Johann Erdmann von der sozialen Stadterneuerung.

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