06. Juli 2026, 13:00 Uhr

Gießen

Ein Rettungswagen für die Ukraine

Ein starkes Zeichen der Solidarität setzt der Gießener Rotary-Club mit dem Kauf und der Aufrüstung eines ausgedienten Rettungswagens für die Ukraine.
06. Juli 2026, 13:00 Uhr
Von links: Michael Kraft, Dr. Kai Krieger, Dr. Lars Witteck, Kay Achim Becker, Prof. Dr. Klaus-Dieter Böhm, Frank Sommerlad, Lutz Enders und Holger Zorn mit dem Rettungswagen. Foto: Berger

Für 15.000 Euro hatte der  Rotary-Club Gießen „Altes Schloss“ einen ehemaligen Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundess erworben, der in den letzten Jahren in der Region Hannover im Einsatz war und bisher 171.000 Kilometer zurückgelegt hat. Im Neils & Kraft Nutzfahrzeugzentrum in Lützellinden hatte der geschäftsführende Gesellschafter Michael Kraft das Fahrzeug Mitarbeitern, die aus der Ukraine stammen, anvertraut, die es wieder instandsetzten und erfolgreich durch den TÜV brachten. Überführt werden soll das durch Spenden von über 5.000 Euro weiter ausgestattete Fahrzeug nach Lwiw in der Ukraine, wo es dann vom örtlichen Rotary-Club seiner weiteren Verwendung zugeführt wird.

Zeichen der Solidarität

Bei der Vorstellung des Projekts herrschte reges Treiben und es wurden Kartons mit Spenden und Hilfsgütern verladen, um diese dann auf die 1.500 Kilometer Fahrt – mit noch zwei weiteren Rettungswagen aus Kronberg – zu schicken. Lutz Enders wird das Fahrzeug überführen, wobei die Fahrt über Dresden zur polnisch-ukrainischen Grenze und dann weiter zur 70 Kilometer von der Grenze entfernt gelegenen 700.000-Einwohner-Stadt Lwiw führt. Präsident Holger Zorn und der Vorsitzende des Rotary-Hilfsfonds Gießen, Michael Kraft, dankten allen Spendern, Unterstützern und vor allem dem Projektverantwortlichen Frank Sommerlad.

Lwiw, historisch auch Lemberg, ist eine der wichtigsten Kultur- und Universitätsstädte der Ukraine und spielt seit Beginn des russischen Angriffskrieges eine bedeutende Rolle als logistisches Zentrum für Hilfslieferungen und die medizinische Versorgung. Vom Rotary-Hilfsfonds wurden beim Deutschen Roten Kreuz Verbandsmaterial und Infusionen zum Selbstkostenpreis von 2.000 Euro erworben, und auch die Asklepios-Klinik Lich sowie die durch den ärztlichen Direktor Prof. Dr. Klaus-Dieter Böhm vertretene BDH-Klinik Braunfels unterstützen die Aktion mit medizinischen Materialspenden. Beim Verladen der Spenden packten zudem die beiden Vorstandsmitglieder Dr. Lars Witteck und Kay Achim Becker sowie Projektmanager Dr. Kai Krieger mit an.

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