Unter dem Titel „Blick über den Kochtopf“ kamen zehn junge Menschen der Evangelischen Stiftung Arnsburg mit Vertretern der Licher Lokalpolitik zusammen, um gemeinsam zu kochen, miteinander zu sprechen und zu essen.
Beliebte und einfache Gerichte
Unter fachkundiger Anleitung von Elke Männle wurde Gemüse zubereitet, erhitzt und probiert.
Auf dem Programm standen beliebte, einfache und zeitgemäße Gerichte – von buntem Krachsalat über würzig-knusprige Polenta-Kartoffeln und cremige Feta-Nudeln bis zu grünem Avocado-Quark auf Erdbeersoße und süßen Glücksschweinen. Aus vielen einzelnen Arbeitsschritten entstand am Ende ein buntes Buffet, das gemeinsam zubereitet und genossen wurde.
Mit dabei waren Dr. Julien Neubert (Bürgermeister von Lich), Stadträtin Gisela Maier, Stadtrat Ralph Bretschneider, Katharina Lorber (Fraktionsvorsitzende der Grünen) und Manuel Timm (SPD). Die zehn jungen Menschen wurden von zwei pädagogischen Fachkräften und Dr. Felix Blaser (Vorstand der Evangelischen Stiftung Arnsburg) begleitet.
Das gemeinsame Kochen bot einen unkomplizierten Rahmen für den Austausch. Zwischen Schneidebrett und Kochtopf ging es um das, was junge Menschen bewegt: Alltag, Hobbys, Fußball, Beteiligung und Zukunftsperspektiven.
Gespräche auf Augenhöhe
Bürgermeister Dr. Julien Neubert betonte die Bedeutung solcher Begegnungen: „Politik lebt davon, dass wir miteinander ins Gespräch kommen – nicht nur in Sitzungen und Gremien, sondern auch dort, wo Begegnung ganz unmittelbar passiert. Beim gemeinsamen Kochen entstehen Gespräche auf Augenhöhe. Das ist wertvoll für beide Seiten: die jungen Menschen und uns als Verantwortliche in der Stadt.“
Auch Dr. Felix Blaser (Vorstand der Evangelischen Stiftung Arnsburg) ist überzeugt vom Format: „Junge Menschen benötigen die Erfahrung, dass ihre Meinung zählt. Gerade in der Kinder- und Jugendhilfe ist es wichtig, ihnen zuzuhören und sie an Entscheidungen und Entwicklungen zu beteiligen. Das stärkt im besten Fall ihr Vertrauen in sich selbst, in Erwachsene und in die Demokratie. Und wenn man gemeinsam etwas macht, das dazu führt, dass man lecker essen kann: umso besser!“
Ein Teilnehmer beschrieb den Vormittag so: „Beim Kochen war es leichter, einfach mal etwas zu sagen. Man sitzt nicht nur gegenüber, sondern macht zusammen etwas. Dadurch kommt man anders ins Gespräch. Gefallen an der Aktion hat mir alles.“
Torsten Denker (Leiter der vhs) hob den besonderen Charakter des Lern- und Begegnungsortes hervor: „Die VHS ist ein Ort, an dem Menschen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammenkommen können. Dieses Projekt zeigt sehr schön, dass Bildung nicht nur in traditionellen Formaten stattfindet, sondern auch beim gemeinsamen Tun, bei dem Erfahrungen entstehen und mit einem guten Essen auch verinnerlicht werden können.“