23. Januar 2019, 14:08 Uhr

Mittelhessen

Was macht der Breitbandausbau?

Durch die Diskussion über das »Internet an der Milchkanne« oder die Festnahme des mutmaßlichen Hackers in Homberg/Ohm ist das Thema »Breitband« Diskussionsthema.
23. Januar 2019, 14:08 Uhr
Freuten sich beim Breitbandgipfel über die Fortschritte in Hessen (von links): Breitbandberater Dennis Pucher, Jens Ihle (Regionalmanagement Mittelhessen), Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Landrätin Anita Schneider (Landkreis Gießen) und Breitbandberater Klaus Bernhardt. Foto: Jana Kay/Hessen-Agentur

Doch wie sieht es eigentlich aktuell aus mit dem regionalen Breitbandausbau? Hessen ist beim Breitbandausbau in den letzten Jahren gut vorangekommen und gehört inzwischen zu den bestversorgten Flächenländern. Auch Mittelhessen verfügt über ein gutes Netz.

95 Prozent Abdeckung in Mittelhessen

Dennis Pucher, Breitbandberater für Mittelhessen, erklärt: »Die Landkreise Gießen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Marburg-Biedenkopf verfügen bereits heute mit mehr als 95 Prozent der Haushalte über eine de facto flächendeckende Versorgung bis zu den Kabelverzweigern.

Das bedeutet: Das Internetsignal wird über schnelle Glasfaser übertragen und mittels Kupfer nur noch auf der so genannten letzten Meile – also dem Weg vom Kabelverzweiger zum Haus.«

Die Bandbreiten liegen zwischen 25 Mbit/s und 100 Mbit/s im Downstream. Auch in Teilen des Vogelsbergkreises rollen seit Anfang dieses Jahres die Bagger für den großen Ausbau. Aktuell arbeiten alle fünf mittelhessischen Kreise daran, die Situation für private Haushalte mit weniger als 30 Mbit/s zu verbessern. Zusätzlich sollen alle Schulen und die noch unterversorgten Gewerbestandorte mit direkten Glasfaseranbindungen bis an das Gebäude versorgt werden. Diese Maßnahmen sollen bis 2021 abgeschlossen sein.

Glasfasern künftig direkt bis an Haus

Über die Zukunft darüber hinaus sagt Pucher: »Politik und Experten sind sich einig, dass nach dem Ausbau bis zu den Kabelverzweigern nun zügig auch die letzte Meile – und damit jedes Haus – mit Glasfaser erschlossen werden soll. Reicht die Glasfaser bis in das Gebäude, hat das einen enormen Zuwachs der möglichen Bandbreiten zur Folge. Allerdings ist die Umsetzung auch mit exorbitanten Kosten verbunden.« Des Weiteren sollen Funklöcher geschlossen und die Abdeckung mit mobilen breitbandigen Netzen verbessert werden.

Kostenlose Hotspots werden gefördert

Wichtig für die Vernetzung der Bevölkerung ist auch das Förderprogramm des Landes für kommunale WLAN-Hotspots »Digitale Dorflinde«. Durch dieses entstehen immer mehr kostenlose und einfache WLAN-Hotspots. Klaus Bernhardt, wie Pucher Breitbandberater für Mittelhessen, erläutert: »Die Kommunen können seit September 2018 Beauftragungen mit einer Förderung durch die WIBank vornehmen. Das Förderprogramm sieht vor, dass jede Kommune bis zu zehn Hotspots mit jeweils 1.000 Euro gefördert bekommt. Seit dem Förderstart haben sich bereits mehr als 200 Kommunen beteiligt. Insgesamt sind zwei Millionen Euro Fördermittel für die Jahre 2018 und 2019 vorgesehen.«

Mehr zum Breitband in der Region online unter www.breitband.mittelhessen.org.

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