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Vollbeschäftigung in der WKG-Halle

Der Wetzlarer Karneval kommt so langsam in die heiße Phase. Nach dem Neujahrsempfang richten sich die Blicke der Narren nun auf die weiteren Ereignisse.
29. Januar 2020, 09:38 Uhr
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Das Hallenteam der Wetzlarer Karnevalisten. Foto: WKG

Der große Zug als krönender Abschluss des Wetzlarer Straßenkarnevals am Sonntag, 23. Februar, steht dabei ganz besonders im Blickpunkt. Start ist um 14.11 Uhr, wieder ist mit vielen tausend Besuchern zu rechnen.

Besonderer »Komfort«

In der WKG-eigenen Wagenbauhalle laufen das ganze Jahr über die Vorbereitungen. »Je näher der Zug kommt, desto mehr Arbeit haben wir und der Stresspegel steigt«, sagt Hallenmeister Harald Schneider. »Mit einer solchen Arbeitsmannschaft braucht man sich über die Zukunft des Karnevals in Wetzlar keine Sorgen zu machen; dennoch freuen wir uns über jeden neuen Helfer, der uns mit handwerklichem Geschick unterstützen möchte«, lädt Schneider zur Mitarbeit ein.

Die Wetzlarer Karnevalsgesellschaft kann sich glücklich schätzen, die Halle ganzjährig nutzen zu können. »Wir sind weit und breit wohl der einzige Karnevalsverein, der über einen solchen Komfort verfügt«, so Schneider. In dem ehemaligen Bundeswehrgebäude werden aber auch die Dekorationen und der Bühnenbau für den Saalkarneval hergestellt oder zur Wiederverwendung auf Vordermann gebracht. Der Verein hat hier außerdem Platz für das Vereinsheim, ein Fastnachtsmuseum und Übungsräume für die Tanzgruppen.

Arbeit bis zur letzten Minute

In der 1.800 Quadratmeter großen früheren Panzerwerkstatt sind bis zu 35 Freiwillige im Einsatz, darunter auch ausgebildete Handwerker. Chefdesigner und akribischer Planer ist seit vielen Jahren WKG-Mitglied Knut Goldberg, der maßstabsgetreue Zeichnungen für das Wagendesign anfertigt. »Die Ideen dafür werden meistens von den jeweiligen Besatzungen, zum Beispiel vom Prinzenpaar und seinem Hofstaat oder den Ehrensenatoren, ausgebrütet.

Auch ein Motivwagen zu einem aktuellen regionalen Thema ist wieder geplant«, verrät Zugmarschall Frank Pelz. »Das Motiv ist aber noch streng geheim«, betont er. Wegen der Aktualität wird oft noch bis zur letzten Minute an diesem Wagen gefeilt. »Es ist schon vorgekommen, dass Teile mit der Heißluftpistole festgeklebt werden mussten, damit das Fahrzeug noch rechtzeitig auf die Strecke gehen konnte«, schildert Schneider die Hektik.

Zurzeit stehen elf Zugwagen in der Halle, darunter auch der vom Skiclub Wetzlar. Die Wagen werden nach der Kampagne für den nächsten Zug neu aufgerüstet. »Zurzeit bauen wir aber auch einen Wagen ganz neu auf«, so Harald Schneider.

Gearbeitet wird mit allen möglichen Materialien wie Holz, Papier, Styropor oder Pappmaschee. Für letzteres werden viele alte Zeitungen gesammelt. »Schließlich muss auch der TÜV noch seinen Segen geben, wobei die Fahrzeuge, in denen Personen mitfahren, besonders kritisch unter die Lupe genommen werden«, berichtet Frank Pelz.

Anmeldungen bis 7. Februar

Gruppen können sich noch bis 7. Februar für den Zug anmelden. Die Formulare dafür können unter www.wkg- helau.de heruntergeladen werden. Auf der Webseite finden sich auch alle weiteren Termine und Tickets.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/smlokales/Lokales-Vollbeschaeftigung-in-der-WKG-Halle;art2773,662077

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