13. September 2020, 13:00 Uhr

Gießen

Richtkrone schwebt über Gefahrenabwehrzentrum

Am Freitag wurde durch Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Landrätin Anita Schneider die Richtkrone am Bau an einem Feuerwehrfahrzeug nach oben gezogen.
13. September 2020, 13:00 Uhr
Zahlreiche Gäste waren zum Richtfest des neuen Gefahrenabwehrzentrums gekommen. Foto: Karger

Das Gefahrenabwehrzentrum von Stadt und Kreis Gießen entsteht im Gewerbe- und Wohngebiet »Alter Flughafen«. 395 Tage waren seit dem symbolischen Spatenstich im August 2019 und genau 221 Tage seit der Grundsteinlegung am 3. Februar vergangen, um nach den Worten von Landrätin Anita Schneider »in ungewöhnlichen Zeiten unter ungewöhnlichen Bedingungen« alle am Bau Beteiligten zu diesem Richtfest in Coronazeiten einzuladen. »Wir haben uns entschieden, es etwas kleiner zu machen, aber alle die daran teilhaben, wurden eingeladen«, Vertreter aus Politik, Feuerwehr, Verwaltung, Bauarbeiter sowie Vertreter aus den Kreiskommunen konnten zum Richtfest begrüßt werden.

10.800 Quadratmeter Fläche

Das Gefahrenabwehrzentrum ist als zweigeschossiges Gebäude konzipiert mit einer Bruttogeschossfläche von rund 10.800 Quadratmetern. Das Tragwerk ist als Stahlbeton-Skelettbau konzipiert. Das Foyer bildet über beide Geschosse die Schnittstelle zwischen den Nutzungen der städtischen Berufsfeuerwehr und des Landkreises. Im Obergeschoss befinden sich die Büros und Leitstelle der Gefahrenabwehr des Landkreises Gießen sowie die Büro- und Ruhe- und Aufenthaltsräume der Feuerwehr. Die Fahrzeughallen und Werkstätten sind in zwei Gebäudeflügeln untergebracht, die einen gemeinsamen Werkstatthof umschließen.

Kosten mit 32 Millionen Euro veranschlagt

Veranschlagt wurden Baukosten in Höhe von 32 Millionen Euro, wobei diese zu 54 Prozent die Stadt Gießen, und zu 46 Prozent der Landkreis Gießen trägt. Neben der Berufsfeuerwehr Gießen werden hier die Gefahrenabwehr des Landkreises Gießen mit Zentraler Leitstelle und das Feuerwehrtechnische Zentrum des Landkreises Gießen einziehen. Für die Landrätin ist dies »gut investiertes Geld in die Sicherheit unserer Bürger.«

Das Gefahrenabwehrzentrum sei nicht nur einmalig in Hessen, sondern auch eine Notwendigkeit, werde doch »eine zeitgemäße und notwendige Infrastruktur für eine gut funktionierende Gefahrenabwehr« geschaffen. Dietlind Grabe-Bolz lobte die »hervorragende und zügige Arbeit die hier geleistet wurde, denn der Rohbau wurde schneller errichtet, als der Bauzeitenplan es vorgesehen hat«.

Großer Anlass zur Freude

Und weil deshalb auch die Kräne bereits abgebaut waren, musste die Feuerwehr zum Hochziehen der Richtkrone aushelfen. »Der Rohbau ist errichtet, das Gebäude ist in seinen Dimensionen sichtbar und niemand ist bisher zu Schaden gekommen, was ein großer Anlass zur Freude ist«, so die Oberbürgermeisterin. Grabe-Bolz erinnerte auch an den 11. September 2001, als durch die Anschläge auf das World Trade Center in New York auch 350 Feuerwehrleute zu Tode kamen. »Dabei soll daran erinnert werden, dass alle Feuerwehrleute, die hier arbeiten, stets unter dem Einsatz ihres Lebens ihren Dienst verrichten. Zwei Drittel des Baufortschritts ist erreicht und das ist ein Meilenstein. Wir hoffen den Eröffnungstermin im Frühjahr 2022 auch einhalten und dann auch mit einer angemessenen Feier begehen zu können«, so die Oberbürgermeisterin.

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