03. November 2018, 11:00 Uhr

Eschenburg

»Naturparkschule« lässt Streuobstwiesen aufleben

»Was waren Ihre Schüler fleißig!« Beeindruckt stand Axel Schmidt von »Marthas Mobiler Mosterei« vor prall gefüllten Kisten, Körben und Säcken mit Früchten.
03. November 2018, 11:00 Uhr
Aber nicht zu viel vorher naschen, schließlich sollen die Äpfel zu leckerem Apfelsaft gepresst werden. Foto: Holderbergschule

Nicht zum ersten Mal war die Obstpresse aus Beilstein an die Holderbergschule gekommen, doch noch nie war die Apfelernte so groß ausgefallen. Tags zuvor hatten rund 100 Schüler mit ihren Lehrern unter der Federführung von Projektleiterin Janine Strycker Englisch, Deutsch und Mathe den Rücken zugewandt, um bei bestem Herbstwetter den Lernort Streuobstwiese aufzusuchen.

Während eine fünfte Klasse die Äpfel der schuleigenen Wiese aberntete, kümmerten sich Siebt- und Achtklässler um eine alte Streuobstwiese, die der Besitzer, ein Förderer der Holderbergschule, zur Verfügung gestellt hatte. Der Besitzer freut sich, dass die Ernte so gut war und dass das Obst an der – kürzlich zur Naturparkschule zertifizierten – Holderbergschule eine sinnvolle Verwendung gefunden hat.

60 Zentner oder 3.000 Kilo Äpfel waren der Lohn. Die mobile Mosterei lief ab 9 Uhr auf Hochtouren. Für die Schüler gab es viel zu tun. Sie schütteten das Obst auf das Förderband, kontrollierten den Waschvorgang oder verteilten den Trester auf einem bereitgestellten Anhänger. Der vorgefilterte und naturtrübe Saft wurde auf 80 Grad erhitzt und in Beutel abgefüllt. Die kleinen Erntehelfer packten diese noch in Kartons und stapelten sie.

Als nach fünf Stunden, um 14 Uhr, der letzte Apfel über das Förderband lief, standen schon die privaten Obstbauern aus den umliegenden Dörfern Schlange. Auch sie wollten die Obstpresse an der Holderbergschule nutzen. Bis zum frühen Abend waren die Schüler tatkräftig am Arbeiten und sorgten für gute Laune beim Apfelpressen.

Das Resultat für die Schule: 282 schuleigene Fünf-Liter-Boxen waren frisch abgefüllt: also 1.410 Liter gesunder Apfelsaft! Dieser wird nun in der Schulgemeinde verkauft, bei Schulveranstaltungen als Saft oder Punsch ausgeschenkt oder zu Gelee verarbeitet. Der Erlös fließt dann in weitere Projekte der »gesunden Schule« oder in gemeinnützige Aktivitäten.

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