Gießen

Nach 379 Tagen freie Fahrt zwischen Lützellinden und Rechtenbach

Freie Fahrt heißt es nun wieder zwischen Lützellinden und Rechtenbach. Feierlich wurde die Absperrung wegeräumt.
13. Mai 2018, 15:00 Uhr
V. l.: Hartmut Paul (Firma Lauber), Hans Ulrich Rudel, Evtoxia Moshidou, Eugen Reichwein (Hessen Mobil) und Hüttenbergs Bürgermeister Christof Heller. Foto: Karger

379 Tage war die L3054 zwischen Hüttenberg-Rechtenbach und Gießen-Lützellinden für den Ersatzneubau der Brücke samt neuem Radweg über die A45 gesperrt. 7,435 Millionen Euro wurden für die nun abgeschlossene Baumaßnahme aufgewendet.

Geplante Bauzeit fast eingehalten

Die alte Brücke hatte nach den Worten des regionalen Bevollmächtigten Westhessen von Hessen Mobil, Eugen Reichwein, »ihre Restnutzungsdauer erreicht« und war demzufolge auch in einem sehr schlechten Zustand. Nach dem Abriss am 24. April vergangenen Jahres konnte die angestrebte Bauzeit und Straßensperrung bis zum 30. April dieses Jahres fast eingehalten werden.

Der Brückenneubau hat rund 5,8 Millionen Euro gekostet und wurde voll vom Bund bezahlt. Hinzu kommen noch Kosten in Höhe von 1,57 Millionen Euro für den nun neu gebauten Radweg. Dieser ist zwar noch nicht ganz fertiggestellt, ist aber ein Lückenschluss des Radwegnetzes zwischen Hüttenberg und Gießen. Die Universitätsstadt hat zudem 65.000 Euro für den Lückenschluss nach Lützellinden aufgewendet. Hatte es bei Beginn der Bauarbeiten im vergangenen Jahr Beschwerden aufgrund des Kahlschlags gegeben, so kündigte Reichwein an, dass hier neu eingesät und auch gepflanzt wird.

Haselmaus musste umgesiedelt werden

Eine Besonderheit gab es während der Baumaßnahme auch, mussten doch mit der Haselmaus streng schützte Tiere umgesiedelt und 20.000 Kubikmeter Erdmassen aufgrund der Verbreiterung für den Radweg bewegt werden.

Hüttenbergs Gemeindeoberhaupt zeigte sich nicht nur erfreut, dass die Bauzeit so gut wie eingehalten wurde, sondern auch das Land den Radweg ermöglicht habe, der zwar aufgrund der Radfahrerfrequenz nicht notwendig war. Allerdings sei es auch sehr gefährlich gewesen, als Radfahrer die alte Brücke zu befahren, was letztendlich wohl auch viele Radfahrer abgehalten habe.

Aber gerade in einer Zeit, wo die Mobilität der Radfahrer zunehme, sei es die richtige Entscheidung gewesen.

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